Die zunehmenden geopolitischen Instabilitäten und der Klimawandel haben dazu geführt, dass Regierungen den Menschen raten, sich auf mögliche Krisen vorzubereiten. In diesem Zusammenhang hat die britische Regierung im Jahr 2024 die Initiative Prepare ins Leben gerufen und den Bürgern geraten, sich auf Notfälle vorzubereiten. Diese Initiative folgt ähnlichen Projekten wie preparEU, das die Notwendigkeit einer schnellen und aktiven Vorbereitung auf Bedrohungen betont.
Praktische Vorbereitung auf Krisen
Diese Initiativen empfehlen den Menschen, mindestens 72 Stunden lang Lebensmittel, Wasser und Medikamente bereitzuhalten und Zugang zu Dokumenten, Bargeld und Kommunikationsmitteln zu haben. Aber sind die Menschen in Krisenzeiten tatsächlich vorbereitet oder werden sie auf der Suche nach notwendigen Gegenständen sein? Jüngste Forschungen zeigen, dass die meisten Menschen weniger als die Hälfte dessen haben, was die britische Regierung und die Federal Emergency Management Agency der Vereinigten Staaten empfehlen. Nur vier von 1000 Personen haben angegeben, vollständig vorbereitet zu sein.
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Die Rolle emotionaler Objekte bei der Identitätsbewahrung
Dennoch könnte der Fokus auf praktischen und notwendigen Gegenständen die emotionalen Bedürfnisse der Menschen ignorieren. In einer Umfrage unter 1000 britischen Erwachsenen im Projekt After the End betonten viele Teilnehmer, dass persönliche und emotionale Objekte wie Schmuck, Familienfotos und sogar Stofftiere aus der Kindheit entscheidend für die Verbesserung ihrer Stimmung in Krisenzeiten sind. Diese Objekte helfen den Menschen, ihr Identitätsgefühl zu bewahren und in schwierigen Zeiten ein Gefühl von Stabilität und Zusammenhalt zu empfinden.
Die Theorie des sich selbst erhaltenden Selbst in der Psychologie erklärt, warum diese Art von Objekten im Alltag und in Krisenzeiten wichtig ist. Diese Theorie besagt, dass unser Selbstgefühl zerbrechlich ist und durch die Verbindung mit unserer Umgebung aufgebaut und erhalten wird. Aus diesem Grund können wertvolle Objekte uns helfen, in Krisenzeiten ein normaleres Gefühl zu haben und das Gefühl zu haben, dass wir immer noch Teil einer stabilen Identität sind.
Forschungen zeigen, dass Menschen mit einem stärkeren Selbstwirksamkeitsgefühl besser mit Krisen umgehen können. Daher kann die Bewahrung und Rettung emotionaler Objekte uns helfen, unsere Identität und unser Gedächtnis zu bewahren und letztendlich auch zur Wiederherstellung von Gemeinschaften beitragen.
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