Aktuelle Forschungen zeigen, dass Klassenbewertungen, einschließlich Prüfungen und Projekte, eine der Hauptquellen für sozialen Druck und Unzufriedenheit bei Schülern in der Oberstufe sind. Trotz intensiver Bemühungen zur Verbesserung der Situation bleibt dieses Problem bestehen und erfordert neue Ansätze.
Herausforderungen traditioneller Bewertungen
Viele Universitäten in Kanada suchen nach Lösungen zur Unterstützung der psychischen Gesundheit der Schüler. Diese Bemühungen umfassen nationale Standards, organisatorische Programme und Beratungszentren. Dennoch können diese Maßnahmen allein den sozialen Druck, der durch Bewertungen entsteht, nicht verringern.
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Gleichzeitig werden Diskussionen über Veränderungen in den Bewertungsmethoden, einschließlich der Reduzierung oder Streichung von Noten, immer wieder angesprochen. Beispielsweise hat die University of Michigan begonnen, Kredit/Non-Kredit-Kurse für Erstsemester anzubieten, um den Stress zu reduzieren. Viele dieser Entscheidungen liegen jedoch außerhalb der Kontrolle der Dozenten.
Selbstbestimmungstheorie und Verbesserung des Schülerwohlbefindens
Als Sozialpsychologe, der im Bildungsbereich tätig ist, suchte ich nach einer anderen Antwort. Anstatt nach einer magischen Methode zur Bewertung zu suchen, kann auf die Selbstbestimmungstheorie verwiesen werden, die auf den psychologischen Bedürfnissen des Menschen basiert. Diese Theorie betont, dass Individuen zur Entfaltung und zum Wohlbefinden drei grundlegende Bedürfnisse haben: Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit.
Unsere Forschung hat gezeigt, dass die Berücksichtigung dieser Bedürfnisse bei der Gestaltung von Bewertungen zur Verbesserung des Wohlbefindens der Schüler beitragen kann. Dies umfasst die Berücksichtigung der Perspektiven der Schüler, die Unterstützung ihrer Autonomie und die Schaffung eines geeigneten Raums für den Ausdruck negativer Gefühle.
In diesem Zusammenhang haben wir durch die Hinzufügung unterstützender Merkmale zu den Bewertungen, wie die Verwendung von Prüfungsplänen und die Bereitstellung unterstützender Nachrichten, positive Ergebnisse erzielt. Diese Merkmale halfen den Schülern, das Gefühl zu haben, dass die Bewertungen ihre psychologischen Bedürfnisse erfüllen, was zu einer Verbesserung ihrer Leistung führte.
Schließlich ist es angesichts der Tatsache, dass Schüler und Dozenten viel Zeit mit der Gestaltung und Durchführung von Bewertungen verbringen, entscheidend, dass dieser Prozess so gestaltet wird, dass er Stress reduziert und das Wohlbefinden erhöht. Basierend auf den Ergebnissen unserer Forschung lässt sich sagen, dass die Gestaltung von Bewertungen unter Berücksichtigung der psychologischen Bedürfnisse signifikante Verbesserungen im Bildungserlebnis bewirken kann.
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