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Die Ausweitung des Einflusses der Ansar Allah im Roten Meer und deren Bedrohungen für afrikanische Länder
Analyse

Die Ausweitung des Einflusses der Ansar Allah im Roten Meer und deren Bedrohungen für afrikanische Länder

منبع تصویر: theconversation.com

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Die Ansar Allah-Gruppe im Jemen hat durch die Besetzung von Schlüsselhäfen und -inseln im Roten Meer eine ernsthafte Bedrohung für den globalen Handel und die Sicherheit der umliegenden Länder geschaffen. Diese Gruppe, die von Iran unterstützt wird, hat durch die Besetzung des Hafens von Mocha, der Insel Mayyun und des Archipels von Zuqar und Hanis eine Herausforderung für die internationale Schifffahrt und die Wirtschaft der Region dargestellt.

Geografie und wirtschaftliche Bedeutung

Die Bab-el-Mandeb-Straße, die das Rote Meer mit dem Indischen Ozean verbindet, ist ein Schlüsselpunkt für den Seeverkehr, und 12 Prozent des globalen Handels passieren diesen Weg. Mit den jüngsten Besetzungen ist die Ansar Allah-Gruppe nun in der Lage, weitere Bedrohungen gegen Handelsschiffe zu schaffen, was schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für Länder wie Ägypten, Äthiopien, Dschibuti und Eritrea haben könnte.

Die Bedrohungen durch die Ansar Allah-Gruppe beziehen sich nicht nur auf die Verringerung des Seeverkehrs und die Erhöhung der Versicherungskosten, sondern können auch zu steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen in diesen Ländern führen. Beispielsweise wird prognostiziert, dass die Verringerung des Seeverkehrs im Jahr 2024 Ägypten etwa 7 Milliarden Dollar kosten könnte.

Sicherheits- und soziale Folgen

Die jüngsten Konflikte im Jemen haben zu einer großen Bevölkerungsverschiebung nach Dschibuti geführt, sodass bis jetzt über 94.000 Menschen in dieses Land geflohen sind. Dschibuti, das als wichtiger Korridor für den Handel mit dem landumschlossenen Äthiopien dient, wird ebenfalls stark betroffen sein. Eritrea ist aufgrund seiner geografischen Lage ebenfalls Bedrohungen ausgesetzt, die die Interessen Saudi-Arabiens und Ägyptens gefährden könnten.

Darüber hinaus könnten Spannungen in der Region die bestehenden Krisen in Somalia und Sudan verschärfen. Berichten zufolge hat die Ansar Allah-Gruppe begonnen, mit der Terrorgruppe Al-Shabaab in Somalia zusammenzuarbeiten, was zu einer Zunahme von Piraterie und Unsicherheit an den Küsten dieses Landes führen könnte.

Im Sudan trägt die Unterstützung Irans für einige bewaffnete Kräfte des Landes zu weiteren Unruhen bei. Diese Situation zeigt, dass die afrikanischen Küsten des Roten Meeres zu einem Konfliktherd zwischen regionalen Mächten geworden sind.

In der Zwischenzeit suchen verschiedene Länder der Region nach neuen Allianzen, um den Sicherheitsbedrohungen entgegenzuwirken. Im Juli 2026 war Saudi-Arabien Gastgeber von Gesprächen, die zur Gründung einer „multinationalen maritimen Verteidigungsallianz“ führten. Diese Allianz umfasst die Länder Ägypten, Dschibuti, Sudan und Somalia, die darauf abzielen, die maritime Sicherheit in dieser Region zu stärken.

Schließlich scheint es angesichts der jüngsten Entwicklungen, dass keines der afrikanischen Länder allein in der Lage ist, die Bab-el-Mandeb-Straße zu schützen. Dennoch kann die Diversifizierung des Zugangs zu Häfen und regionale Zusammenarbeit dazu beitragen, die Folgen von Sicherheitskrisen zu mildern.

Quelle: theconversation.com