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Macron betonte die Notwendigkeit der strategischen Autonomie Europas
Analyse

Macron betonte die Notwendigkeit der strategischen Autonomie Europas

منبع تصویر: atlanticcouncil.org

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Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, hat seit seinem Amtsantritt vor fast einem Jahrzehnt die Idee der strategischen Autonomie Europas als eine Hauptpriorität hervorgehoben. Dieses Thema hat kontinuierlich einige seiner europäischen und amerikanischen Amtskollegen unzufrieden gemacht, aber Macron scheint am Ende seiner Präsidentschaft im Élysée in dieser Angelegenheit einen Sieg errungen zu haben. Ob Europa jedoch in der Lage ist, diese Vision tatsächlich in die Tat umzusetzen, bleibt ungewiss.

Die Bedeutung der strategischen Autonomie verdeutlichen

Am 14. Juli beschloss Macron, den französischen Nationalfeiertag mit einem Fokus auf das strategische Erwachen Europas zu feiern. Er lud fünfunddreißig Länder des Bündnisses der „Begeisterten“ ein, um auf den Champs-Élysées zu demonstrieren. Diese Demonstration übermittelte eindeutig die Botschaft, dass die Zukunft der Ukraine untrennbar mit der Sicherheit Europas verbunden ist.

Ungeachtet des symbolischen Glanzes dieser Veranstaltung kann Macron auf echte Errungenschaften dieser Vision hinweisen. Die Verteidigungsbudgets Europas sind erheblich gestiegen, europäische gemeinsame Ausgabenprogramme priorisieren europäische Unternehmen, und selbst diejenigen, die zuvor an der strategischen Autonomie gezweifelt hatten, wiederholen nun die Standpunkte dieser Philosophie. Diese Veränderung ist in Dänemarks Reaktion auf die amerikanischen Bestrebungen zur Kontrolle über Grönland sowie in den vertieften Beziehungen Kanadas zur Europäischen Union deutlich zu erkennen.

Herausforderungen und bevorstehende Prüfungen

Die Entstehung der strategischen Autonomie Europas ist jedoch nicht ohne Schwierigkeiten erfolgt. Der umfassende Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 brachte die nächste Bedrohung eines kontinentalen Krieges seit dem Zweiten Weltkrieg nach Europa. Auch die Wiederwahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA führte zu echten Veränderungen im Denken der Europäer. Das Ergebnis dieser Veränderungen war die Identifizierung kritischer Lücken in den Fähigkeiten und die Suche nach Wegen, um die strategischen Erleichterungen, die bisher von den Vereinigten Staaten bereitgestellt wurden, zu ersetzen oder zu ergänzen.

Vielleicht gibt es keine andere Prüfung, die für Europa so dringend und entscheidend ist wie die Unterstützung der Verteidigung der Ukraine. Kiew benötigt dringend Luftverteidigungssysteme, und Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, hat um 300 in den USA produzierte Patriot-Raketen gebeten. Doch bis 2025 berichtet Selenskyj, dass er nur die Hälfte von dem erhalten hat, was er 2023 erhalten hat.

Die Bildung des Bündnisses der „Begeisterten“ als Reaktion auf Trumps vage Unterstützung für die Ukraine ist ein Zeichen der Solidarität Europas und des Bedarfs an unabhängigem Handeln von Washington. Kürzlich sind europäische Länder aktiv geworden, um die Luftverteidigungsbedürfnisse der Ukraine zu decken. Frankreich, zusammen mit Dänemark, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden und Großbritannien, gab die Bildung eines integrierten Raketenabwehrbündnisses bekannt.

Diese Länder beabsichtigen, ihre industriellen und technologischen Verteidigungsgrundlagen zusammenzuführen und ihre operationale Erfahrung zur Unterstützung des Luftverteidigungsprojekts „Frya“ der Ukraine zu nutzen. Dieses Projekt verspricht eine kostengünstigere Alternative zum amerikanischen Patriot-System zu sein.

Schließlich ist die Lieferung echter Fähigkeiten der Punkt, an dem diese Vision der strategischen Autonomie erfolgreich oder erfolglos sein wird. Ein Anstieg der nationalen Militärausgaben der europäischen Länder allein kann nicht zu einer Stärkung der kollektiven Fähigkeiten führen. Es könnte sogar sein, dass diese erhöhten Ausgaben zu einer fragmentierten Aufrüstung, inkonsistenten Ausrüstungen und wettbewerbsfähigen industriellen Lieferketten führen.

Quelle: atlanticcouncil.org