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Parlamentswahlen in Russland, Fortdauer der Macht von Wladimir Putin ohne echte Reflexion des Ukraine-Kriegs
Analyse

Parlamentswahlen in Russland, Fortdauer der Macht von Wladimir Putin ohne echte Reflexion des Ukraine-Kriegs

منبع تصویر: theconversation.com

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Die Parlamentswahlen in Russland finden vom 18. bis 20. September 2023 statt, bei denen die Abgeordneten des Parlaments (Duma) sowie 11 Gouverneure und Vertreter regionaler Versammlungen gewählt werden. Diese Wahlen sind die ersten Parlamentswahlen seit dem großangelegten Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022. Dennoch werden diese Wahlen nicht als Maßstab zur Bewertung der öffentlichen Meinung über den Krieg, die wirtschaftliche Lage und andere soziale Fragen betrachtet.

Öffentliche Unzufriedenheit und Wahlkontrolle

Es gibt Hinweise darauf, dass die Russen viele Gründe zur Unzufriedenheit mit dem Regime von Wladimir Putin haben. Der Krieg befindet sich derzeit im fünften Jahr, und es wird geschätzt, dass es 1,4 Millionen Verluste auf dem Schlachtfeld gibt. Dennoch werden die Wahlen genau gesteuert, um ein günstiges Ergebnis für die regierende Partei „Einiges Russland“ zu erzielen.

Wahlen in Diktaturen werden normalerweise als Instrument zur Legitimierung politischer Systeme genutzt. In Russland helfen diese Wahlen dem Putin-Regime, den Status der Wähler zu bewerten und seine Schlüsselunterstützer zu mobilisieren. Obwohl das Parlament offiziell existiert, steht es seit 2003 unter der Kontrolle der Partei „Einiges Russland“, und Putin steht traditionell an der Spitze der anderen staatlichen Institutionen als Präsident.

Strenge Einschränkungen für die Opposition

Die Partei „Jabloko“, die als einzige Kriegsgegnerin gilt, wurde erstmals von der Teilnahme an den Wahlen ausgeschlossen. Diese Partei hatte aufgrund ihrer liberalen Positionen in der Vergangenheit die Erlaubnis zur Teilnahme an Wahlen, sieht sich jedoch nun beispiellosen Repressionen ausgesetzt. Zwei Abgeordnete dieser Partei, Lew Schlossberg und Maxim Kruglow, wurden aufgrund falscher Anschuldigungen zu langen Haftstrafen verurteilt.

Bei diesen Wahlen wurde die Nutzung von Fernabstimmungen als Instrument zur Manipulation der Stimmen in vielen Regionen kritisiert. Außerdem bietet das Putin-Regime Anreize wie Verlosungen und Preise für Wähler an, um die Wahlbeteiligung zu erhöhen, und übt manchmal Druck auf Staatsangestellte aus, um für die regierende Partei zu stimmen.

Trotz all dieser Maßnahmen zeigt das Putin-Regime keine Anzeichen von Besorgnis über seine Macht und sein Engagement, jegliche Opposition zu unterdrücken. Die bevorstehenden Wahlen werden deutlich die großen Herausforderungen des Putin-Regimes bei der Kontrolle von sozialen und politischen Unzufriedenheiten im Land zeigen.

Quelle: theconversation.com