Neuseeland wird in den nächsten zehn Jahren offiziell zu einer "überalterten" Gesellschaft werden, in der mehr als ein Fünftel der Bevölkerung, etwa 1,2 Millionen Menschen, 65 Jahre oder älter sein werden. Diese tiefgreifende demografische Veränderung erfordert genauere Untersuchungen zu den Auswirkungen auf wirtschaftliche, gesundheitliche und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen.
Aufmerksamkeit für Infrastrukturen und soziale Umgebung
Über 95 % der Neuseeländer über 65 Jahren leben in privaten Haushalten. Diese Tatsache bedeutet, dass zur Vorbereitung auf eine alternde Bevölkerung ebenso viel Aufmerksamkeit auf Straßen und Viertel gelegt werden muss wie auf Altenheime und Krankenhausbetten. Fragen wie der einfache Zugang zu Gehwegen, die Möglichkeit, sich ohne Auto fortzubewegen, und der Zugang zu Geschäften und öffentlichen Dienstleistungen gewinnen zunehmend an Bedeutung.
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Internationale Modelle und Herausforderungen Neuseelands
Der Rahmen, der von der Weltgesundheitsorganisation zur Schaffung altersfreundlicher Gemeinschaften entwickelt wurde, trägt zur Verbesserung des Lebens älterer Menschen bei. Dieser Rahmen umfasst die Gestaltung von Straßen, Verkehr, Wohnraum und sozialer Teilhabe. Dennoch hat Neuseeland im Vergleich zu vielen Ländern langsamer auf die Annahme dieses Rahmens reagiert.
Der Rückgang der Geburtenrate und die steigende Lebenserwartung sind die Hauptgründe für die Alterung der Bevölkerung in Neuseeland. Dennoch ist es wichtig, die Alterung der Bevölkerung als Erfolg und nicht als Krise zu betrachten. Die Umgebungen, in denen Menschen leben, können einen erheblichen Einfluss auf ihre Lebensqualität haben.
Damit Neuseeland angemessen auf die Herausforderungen der alternden Bevölkerung reagieren kann, müssen die lokalen Regierungen mehr Aufmerksamkeit auf altersfreundliche Planungen legen und geeignete Designs als Prinzip in der Stadtentwicklung und den öffentlichen Dienstleistungen berücksichtigen. Außerdem sollten sie sich messbaren Zielen verpflichten, um Fortschritte bewerten zu können.
Schließlich ist die Zukunft von Neuseeland als "überalterte" Gesellschaft keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit. Entscheidungsträger müssen die notwendigen Vorbereitungen treffen, um Gemeinschaften zu schaffen, die älteren Menschen helfen, selbstständig, verbunden und engagiert zu bleiben.
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