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Gesundheitliche Bedenken aufgrund von Lärm von Rechenzentren in Australien
Umwelt

Gesundheitliche Bedenken aufgrund von Lärm von Rechenzentren in Australien

منبع تصویر: theconversation.com

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Rechenzentren haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten als kritische Infrastruktur zur Speicherung und Verwaltung von Daten erheblich ausgeweitet. Dennoch nehmen die Bedenken hinsichtlich des Lärms, der von diesen Zentren ausgeht, und seiner potenziellen Auswirkungen auf die Gesundheit der Anwohner in Australien zu. In den Vereinigten Staaten, insbesondere in Michigan, haben die Anwohner vehement gegen den Bau von Rechenzentren in ihren Vierteln protestiert, und dieses Thema hat nun auch Australien erreicht.

Der von Rechenzentren erzeugte Lärm

Rechenzentren verwenden in der Regel verschiedene Geräte zur Kühlung und Wärmeverwaltung. Diese Geräte umfassen Klimaanlagen, Luftkühler und Notstromgeneratoren, die alle ein bestimmtes Geräusch erzeugen. Die Geräusche, die von diesen Geräten ausgehen, werden oft als ein tiefes Summen beschrieben, das Pegel von bis zu 85 Dezibel (dBA) erreichen kann. Währenddessen liegt der zulässige maximale Umgebungsgeräuschpegel in Wohngebieten in Australien laut Gesundheitsstandards nachts zwischen 35 und 40 Dezibel.

Um eine Umweltgenehmigung zu erhalten, müssen Rechenzentren nachweisen, dass ihr erzeugter Lärm die zulässigen Grenzwerte nicht überschreitet. Zu diesem Zweck müssen Unternehmen eine unabhängige Lärmmessung vorlegen und Maßnahmen zur Lärmminderung vorstellen, die die Auswahl von geräuscharmen Geräten und ein geeignetes Gebäudedesign umfassen.

Potenzielle gesundheitliche Folgen

Nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation kann übermäßiger Lärm zu Problemen wie Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Schlafstörungen führen. Derzeit gibt es jedoch nicht genügend Informationen, um einen direkten Zusammenhang zwischen dem Lärm von Rechenzentren und gesundheitlichen Auswirkungen herzustellen. Studien zeigen, dass Lärmbelästigung negative Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit haben kann, diese Auswirkungen sich jedoch in der Regel mit der Zeit und einer Verringerung der Lärmbelästigung verbessern.

Im Jahr 2015 führte das National Health and Medical Research Council von Australien eine systematische Überprüfung der Beweise zu Windfarmen und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit durch und kam zu dem Schluss, dass „es keine direkten Beweise für die Auswirkungen des Lärms von Windfarmen auf die körperliche oder psychische Gesundheit gibt“. Diese Ergebnisse könnten auch bei der Bewertung der Auswirkungen von Rechenzentren in der Zukunft hilfreich sein.

Im vergangenen Monat hat die Umweltbehörde von Victoria erstmals gegen den Bau eines Rechenzentrums in Campbellfield im Norden von Melbourne aufgrund von Lärmbedenken Einspruch erhoben. Auch der Gemeinderat hat einen Vorschlag für ein Rechenzentrum in Hazelmere in Westaustralien aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Lärmauswirkungen auf Anwohner und eine Schule abgelehnt.

Insgesamt zeigt sich, dass trotz des Mangels an ausreichenden Informationen zur umfassenden Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen des Lärms von Rechenzentren die bestehenden Bedenken darauf hinweisen, dass es Bedarf an genaueren Untersuchungen und langfristigen Forschungen in diesem Bereich gibt. Gleichzeitig kann die Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Lärmminderung dazu beitragen, gesundheitliche Probleme in der Zukunft zu vermeiden.

Quelle: theconversation.com