Wälder und Waldgebiete in Australien, die Millionen von Hektar bedecken, umfassen tropische Regenwälder und gemäßigte Eukalyptuswälder sowie weitläufige Graslandschaften und Strauchlandschaften in trockenen Regionen. Diese Ökosysteme speichern enorme Mengen an Kohlenstoff, unterstützen die Biodiversität und regulieren die Wasserversorgung. Dennoch sind unsere Informationen über Veränderungen in diesen lebenswichtigen Ökosystemen im Laufe der Zeit erstaunlich begrenzt.
Herausforderungen bei der Überwachung der Wälder
Australien verfügt über erstklassige Forschungsstandorte und ökologische Überwachungsprogramme. Bisher gab es jedoch kein konsistentes nationales Überwachungsnetzwerk zur Verfolgung der Gesundheit der Wälder im ganzen Land. Dieses Fehlen von Informationen führt dazu, dass grundlegende Fragen wie die Verwundbarkeit der Wälder gegenüber Dürre, die Erholungsrate dieser Ökosysteme nach Bränden und die Menge an gespeichertem Kohlenstoff in den Wäldern unbeantwortet bleiben. Angesichts des Klimawandels, der zu zunehmenden Dürreperioden, Hitzewellen und schweren Bränden in Australien führt, ist es entscheidend zu verstehen, welche Ökosysteme am stärksten gefährdet sind und welche widerstandsfähiger sind.
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Neues Projekt und innovative Technologien
Ein neues Projekt, das darauf abzielt, diese Lücke zu schließen, ist im Gange. Dieses Projekt umfasst die Aufrüstung von Tausenden vorhandenen Solarsensoren, damit sie Daten nahezu in Echtzeit über Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn senden können. Wenn das Pilotprojekt in West-New South Wales erfolgreich ist, könnte es auf Landes- oder sogar auf nationaler Ebene ausgeweitet werden. Die Überwachung von Veränderungen in Wäldern und Waldgebieten in abgelegenen Regionen Australiens war schon immer eine große Herausforderung. Forscher haben Sensoren in Gebieten installiert, die stark vom Klimawandel betroffen sind, wie im trockenen Westen von New South Wales.
Diese Sensoren messen nahezu in Echtzeit die Bodenfeuchtigkeit, das Mikroklima, das Baumwachstum und den Wasserstress von Pflanzen. In vielen abgelegenen Orten ist eine kontinuierliche Datenübertragung nicht möglich, und der Zugang zu den Daten dieser Sensoren ist oft schwierig. Dieses Problem wird verstärkt, wenn die Sensoren weit entfernt von Städten und Kommunikationsinfrastrukturen platziert sind. Daher werden die Daten normalerweise nur ein paar Mal im Jahr gesammelt.
Ohne diese kontinuierlichen Daten können wir Veränderungen nicht erkennen, während sie auftreten. Diese Informationen werden besonders wertvoll sein, nachdem bedeutende Ereignisse wie Dürreperioden, Hitzewellen und Brände, bei denen sich die ökologischen Bedingungen schnell ändern, eintreten. Tatsächlich konzentriert sich dieses Projekt nicht darauf, Satelliten als „Himmelsaugen“ zu nutzen, sondern auf ihre Kommunikationsfähigkeiten. Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn ermöglichen es den Sensoren, Daten kontinuierlich aus sehr entfernten Gebieten zu übertragen.
Derzeit arbeiten Forscher an der Western Sydney University und der UNSW mit dem Satellitenkommunikationstechnologieunternehmen OQ Technology zusammen. Dieses Projekt unterstützt auch das intelligente Sensornetzwerk von New South Wales. Wir erweitern das Überwachungsnetzwerk von den feuchten und regnerischen Wäldern des UNESCO-Welterbes der Blue Mountains in die trockenen Gebiete von West-New South Wales.
Allmählich bilden die Datenströme von diesen Sensoren Datensätze, die zur besseren Vorhersage zukünftiger Risiken verwendet werden. Entscheidungsträger, die Industrie und Naturschützer sind auf Modelle und Vorhersagen angewiesen, um zu verstehen, wie die Ökosysteme Australiens auf den sich verschärfenden Klimawandel reagieren. Aber Vorhersagen sind nur so zuverlässig wie die Beobachtungen, die zur Erstellung und Validierung verwendet werden.
Schließlich kann dieses Projekt durch die Überwachung von Veränderungen mit Satellitensensoren nicht Dürreperioden, Brände oder den Rückgang von Ökosystemen verhindern, aber es kann helfen, aufkommende Bedrohungen zu identifizieren, Vorhersagen zu verbessern und die notwendigen Beweise für bessere Entscheidungen in einer unsicheren Zukunft zu liefern.
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