Im Nahen Osten findet eine wichtige Veränderung statt, die möglicherweise weniger Beachtung findet: Die Geographie ändert ihre Funktion gegen die dominante Macht. Das amerikanische Regime hat in den letzten Jahrzehnten einen Großteil seiner Überlegenheit in dieser Region auf der Grundlage eines Netzwerks von Stützpunkten, Flughäfen, Häfen und Kommandozentralen aufgebaut. Dieses Netzwerk, das sich von Bahrain und Katar bis Kuwait, Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Jordanien erstreckt, ermöglicht es den USA, schnell und effizient auf jede Krise zu reagieren. Doch der laufende Krieg in dieser Region wirft eine zentrale Frage auf: Hat diese Ausdehnung die Anzahl der verwundbaren Punkte der USA erhöht?
Geographie-Rebellion gegen die Stützpunkte
Eine Analyse eines angesehenen Think Tanks in den USA spricht klar von einem „geographischen Problem“ im Muster der Stationierung amerikanischer Stützpunkte. Mit der Zunahme der Angriffe Irans auf amerikanische Stützpunkte sind diese Zentren zu Zielen für Angriffe geworden. So akzeptiert eine Macht, die zur Einflussnahme auf die Geographie anderer angewiesen ist, zwangsläufig auch die Verwundbarkeit dieser Geographie. Dieser Punkt nährt ein neues Konzept namens „Geographie-Rebellion gegen die Stützpunkte“, was bedeutet, dass die Umgebung der Stützpunkte allmählich zu einem kostspieligen Raum für die Präsenz wird.
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Das Ende der sicheren Geographie
Die Sicherheitsarchitektur der USA in dieser Region basiert auf der Annahme, dass die geographische Distanz der USA zur Region durch die fortschrittliche Stationierung von Truppen und Stützpunkten ausgeglichen wird. Doch technologische Entwicklungen, insbesondere im Bereich der Raketen- und Drohnentechnologie, haben diese Gleichung verändert. Der Abstand zwischen amerikanischen Stützpunkten und dem Territorium Irans ist nun nicht mehr so einfach wie vor zwei Jahrzehnten. Anders ausgedrückt, die Frage ist nicht nur „Iran gegen amerikanische Stützpunkte“, sondern eine Reihe von geographischen Punkten können miteinander verbunden werden und die Kosten für die Präsenz einer ausländischen Macht erhöhen.
Neueste Berichte über Angriffe auf amerikanische Einrichtungen und Stützpunkte zeigen, dass sich das Feld um die gleichen Infrastrukturen ausdehnt, die Washingtons strategische Tiefe sichern sollten. Unter solchen Bedingungen fungieren die Stützpunkte nicht mehr als „Machtplattform“, sondern werden zu einem „Sicherheitsengagement“, das mehr Ressourcen benötigt, um aufrechterhalten zu werden.
Die Straße von Hormuz; Geographie als Macht
Ein herausragendes Beispiel für diese „Geographie-Rebellion“ ist die Straße von Hormuz, die nicht nur als wichtige Handelsroute bekannt ist, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf wirtschaftliche Entscheidungen haben kann. Laut Daten hat die Anzahl der Schiffe, die die Straße von Hormuz passieren, erheblich abgenommen. Diese Störung kann zu einem Anstieg der globalen Energiepreise und zu ernsthaften Bedenken auf den globalen Märkten führen. Dies zeigt, dass Geographie nicht nur eine natürliche Einschränkung ist, sondern auch zu einem Instrument zur Erhebung von Kosten werden kann.
Für Washington ist es wichtig zu erkennen, dass es nicht nur um den Angriff auf einen Stützpunkt geht, sondern um die steigenden Kosten für die Aufrechterhaltung des gesamten Netzwerks. Jeder Angriff auf einen Stützpunkt erfordert mehr Verteidigung und Änderungen in den militärischen Strategien. So bleibt die militärische Macht der USA zwar bestehen, aber ihre wirtschaftliche und operationale Effizienz nimmt ab.
Iran und die Umwandlung von Geographie in einen Hebel
Diese Entwicklungen werden für den Iran als strategische Gelegenheit betrachtet, eine Gelegenheit, die zu nationalem Nutzen werden kann, vorausgesetzt, sie erfolgt mit präziser Berechnung. Der Iran mit seiner außergewöhnlichen geographischen Lage und vielfältigen militärischen Kapazitäten kann erheblichen Einfluss auf regionale Entwicklungen haben. In diesem Zusammenhang zeigen die jüngsten Entwicklungen, dass das Schlachtfeld über die Grenzen Irans hinausgeht und sich auf verschiedene strategische Punkte ausdehnen kann.
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