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Aserbaidschan und Armenien: Verschiebung des Machtgleichgewichts im Südkaukasus
Analyse

Aserbaidschan und Armenien: Verschiebung des Machtgleichgewichts im Südkaukasus

منبع تصویر: atlanticcouncil.org

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Armenien entfernt sich allmählich von dem traditionellen Einfluss Russlands, und diese Veränderung wird insbesondere im Schatten des Ukrainekriegs deutlicher. In den letzten zwei Jahrzehnten hat Moskau mit seinen kontrollierenden Politiken als Hauptakteur im Südkaukasus fungiert. Doch angesichts der laufenden Konflikte in der Ukraine ist diese Macht offensichtlich im Rückgang.

Neue Beziehungen zwischen Armenien und den Vereinigten Staaten

Im Februar 2025 reiste JD Vance als erster stellvertretender Präsident der Vereinigten Staaten nach Jerewan und brachte ein Abkommen im Bereich der Kernenergie sowie ein Paket im Wert von 11 Millionen Dollar für Drohnen mit. Im Mai unterzeichnete Marco Rubio, der Außenminister der Vereinigten Staaten, ein strategisches Abkommen, das die Produktion von Mineralien und einen neuen Transitkorridor umfasste. Diese Entwicklungen zeigen den Wandel des Machtgleichgewichts in dieser Region, die historisch unter russischer Kontrolle stand.

Schwächung des Einflusses Russlands

Die Macht Moskaus zur Kontrolle seiner Nachbarn hat erheblich abgenommen. Von 2011 bis 2020 lieferte Russland 94 Prozent der Waffenimporte Armeniens. Doch jetzt hat Indien Russland als größten Waffenlieferanten Armeniens abgelöst. Diese Veränderung zeigt tiefgreifende Veränderungen in der Verteidigungspolitik Armeniens und dessen Bemühungen, seine Verteidigungsressourcen zu diversifizieren.

Darüber hinaus verabschiedete Armenien im Jahr 2025 ein Gesetz, das den Weg für den Beitritt zur Europäischen Union ebnet. Nikol Paschinjan, der Premierminister Armeniens, strebt das Ende des russischen Eisenbahn-Konsortiums an und hat ausdrücklich erklärt, dass die Kontrolle Moskaus zum Nachteil der strategischen Interessen des Landes beendet ist.

Internationale Auswirkungen

Das Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan, das unter der Aufsicht der Vereinigten Staaten im August 2025 unterzeichnet wurde, erkannte die administrativen Grenzen der Sowjetzeit als internationale Grenzen an. Dieses Abkommen trägt nicht nur zur Beendigung des langjährigen Konflikts bei, sondern wird auch die Beziehungen Armeniens zum Westen stärken und seine Abhängigkeit von Moskau verringern.

Darüber hinaus könnte der Plan für den internationalen Korridor für Frieden und Wohlstand (TRIPP) als ein Schlüsselprojekt zur Verbindung Aserbaidschans mit der Türkei und zur Anbindung Armeniens an den großen wirtschaftlichen Korridor Chinas nach Europa fungieren. Dennoch steht dieser Plan unter der Bedingung, dass die Formulierung zur Einheit von Berg-Karabach aus der Unabhängigkeitserklärung Armeniens entfernt wird, was die politischen und sozialen Komplexitäten in dieser Region widerspiegelt.

Schließlich zeigen diese Entwicklungen eindeutig eine Verschiebung des Machtgleichgewichts im Südkaukasus. Armenien formt sich als ein unabhängiger und demokratischer Staat mit einer neuen Identität, die zur Stabilität und Entwicklung dieser Region beitragen kann.

Quelle: atlanticcouncil.org