China und die USA stehen im Nahen Osten vor gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen, die insbesondere im Bereich des freien Handels und der Stabilität der Energiewege deutlich werden. Der Krieg gegen den Iran und Störungen im Verkehr durch die Straße von Hormuz könnten diese Interessen ernsthaft gefährden, da etwa die Hälfte der Rohölimporte Chinas durch diesen Korridor fließt.
Begrenzte Präsenz Chinas und diplomatischer Ansatz
China hat im Gegensatz zu den USA eine begrenzte militärische Präsenz in der Region und vermeidet offizielle Sicherheitsverpflichtungen. Das Land verfolgt in regionalen Krisen einen anti-kriegerischen und diplomatischen Ansatz und kann daher freundschaftliche Beziehungen zu allen Parteien, einschließlich Iran, Saudi-Arabien, Israel und den Golfstaaten, aufrechterhalten. Diese Situation ermöglicht es China, über einzigartige diplomatische Kapazitäten zu verfügen.
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Chinas wirtschaftliche Herausforderungen im Krieg und deren Auswirkungen
Der Krieg und Störungen im Verkehr durch die Straße von Hormuz stellen China vor ernsthafte wirtschaftliche Herausforderungen. Als größter Importeur von Öl und Gas der Welt ist China stark von der Energieversorgung aus Hormuz abhängig, und steigende Öl- und Gaspreise könnten die Produktionskosten erhöhen und den Druck auf chinesische Verbraucher verstärken. Dennoch hat China aufgrund strategischer Energiespeicher und Diversifizierung der Importquellen eine geringere Verwundbarkeit als viele asiatische Volkswirtschaften.
Andererseits ist eine der langfristigen Sorgen Chinas die sinkende globale Nachfrage nach exportierten Waren des Landes aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Krieges. Im Bereich der Investitionen wird der Nahe Osten im Jahr 2025 als Hauptziel für chinesische Investitionen angesehen, und die Fortdauer des Krieges könnte die Sicherheit dieser Investitionen gefährden.
Xi Jinping hat in einem Gespräch mit dem saudischen Kronprinzen die Notwendigkeit betont, den normalen Verkehr durch Hormuz aufrechtzuerhalten. Diese Maßnahme wird als Zeichen der direkten Besorgnis Pekings über die Fortdauer der Krise und die Gefährdung seiner Energiesicherheit angesehen. Im Falle einer anhaltenden Krise wird China mit ernsthaften Herausforderungen bei der Energieversorgung und der wirtschaftlichen Sicherheit konfrontiert sein.
Insgesamt könnte die gleichzeitige Krise mehrerer maritimer Engpässe, insbesondere der Straße von Hormuz und Bab al-Mandab, kaskadierende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Diese Situation führt nicht nur zu Störungen im Schiffsverkehr, sondern könnte auch die Transportkosten erheblich erhöhen.
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