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Rechtliche Widersprüche auf den Prognose- und Glücksspielmärkten: Herausforderungen in den Vereinigten Staaten und Europa
Analyse

Rechtliche Widersprüche auf den Prognose- und Glücksspielmärkten: Herausforderungen in den Vereinigten Staaten und Europa

منبع تصویر: theconversation.com

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Prognosemärkte, in denen Nutzer Verträge kaufen und verkaufen, die einen festen Betrag zahlen, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt, sind zu einem wichtigen rechtlichen und wirtschaftlichen Thema geworden. In diesen Märkten spiegelt der Preis der Verträge die kollektive Schätzung der Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignisses wider. Dieses Phänomen, das eine Mischung aus Glücksspiel und Finanztransaktionen darstellt, steht nun im Mittelpunkt des Interesses von Gesetzgebern und Gerichten in den Vereinigten Staaten und Europa.

Geschichte und aktueller Stand

Die Geschichte des Wettens auf öffentliche Ereignisse reicht bis ins 16. Jahrhundert nach Rom zurück, als das Wetten auf die Wahl des Papstes so verbreitet wurde, dass Papst Gregor XIV. es 1591 verbot. Heute hat jedoch das Ausmaß dieser Märkte ein Niveau erreicht, bei dem Unternehmen wie Kalshi in den Vereinigten Staaten im Jahr 2026 ein jährliches Handelsvolumen von fast 50 Milliarden Dollar erreicht haben. Das Unternehmen behauptet, sie seien keine Glücksspieler, sondern Finanzbörsen, und unterlägen daher nicht den Glücksspielgesetzen der Bundesstaaten.

Widerspruch in der rechtlichen Auslegung

Die Gerichte in den Vereinigten Staaten sind jedoch in Bezug auf diese Behauptung gespalten. Im April 2023 genehmigte der Dritte Gerichtshof, ein Berufungsgericht, Wettverträge auf Sportergebnisse als eine bundesstaatliche Angelegenheit. Am 28. August wies jedoch der Neunte Gerichtshof, der neun andere Bundesstaaten umfasst, diese Sichtweise zurück und erklärte, dass die Ergebnisse von Sportveranstaltungen keine messbare Realität seien und daher unter die Glücksspielgesetze fallen müssten. Dieser Widerspruch wird wahrscheinlich vor den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten gelangen, um zu klären, ob diese milliardenschwere Industrie der Aufsicht der Bundesregierung unterliegt oder ob die Gesetze der Bundesstaaten angewendet werden sollten.

Aus europäischer Sicht kam der Neunte Gerichtshof zu einer ähnlichen Position wie die Gesetze der Europäischen Union. Auch hier ist das Ergebnis eines Sportereignisses eine Realität und keine Wahrscheinlichkeit. Einige Mitgliedstaaten der Europäischen Union, darunter Belgien, Frankreich und Italien, haben den Zugang zu diesen Plattformen blockiert, um Investoren zu schützen.

Schließlich stellt sich die Frage, ob diese Verträge als Investitionen betrachtet werden oder nicht. Ein Bundesgericht in den USA hat kürzlich diese Frage beantwortet, und nun müssen der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten und die europäischen Gesetzgeber sich mit diesem Thema befassen. Diese Angelegenheit wird nicht nur Auswirkungen auf die Glücksspielgesetze haben, sondern auch auf den Zugang und den Schutz von Investoren.

Quelle: theconversation.com