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China ist zum Dreh- und Angelpunkt der Verhandlungen im Jemen-Krieg geworden
Analyse

China ist zum Dreh- und Angelpunkt der Verhandlungen im Jemen-Krieg geworden

منبع تصویر: qudsonline.ir

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China hat sich als ein Schlüsselakteur in den Gleichgewichten des Jemen-Kriegs nach mehr als 200 Tagen seit Beginn dieses Konflikts ernsthaft engagiert. Angesichts des Vorstoßes der Ansarullah an der Küste des Roten Meeres hat Saudi-Arabien China gebeten, Maßnahmen zur Eindämmung der Krise im Jemen zu ergreifen. Peking hat auch privat Teheran gebeten, seinen Einfluss zu nutzen, um eine Eskalation des Krieges zu verhindern. Diese Entwicklungen zeigen die Bedeutung Chinas in den geopolitischen Gleichgewichten des Nahen Ostens auf.

Chinas Rolle in den neuen Gleichgewichten des Nahen Ostens

China, als größter Handelspartner des Iran sowie als wirtschaftlicher Partner Saudi-Arabiens und anderer Golfstaaten, wird zunehmend zu einem Hauptdreh- und Angelpunkt in den Verhandlungen über den Jemen-Krieg. Das Land hat es geschafft, im Jahr 2023 neue diplomatische Beziehungen zwischen Iran und Saudi-Arabien herzustellen und tritt nun erneut als Vermittler in der Jemen-Krise auf. Die Bitte Saudi-Arabiens an China, in die Jemen-Krise einzutreten, wurde im Zuge der Fortschritte der Ansarullah und der sicherheitspolitischen Bedrohung im Bab al-Mandab geäußert.

Der Jemen-Krieg formt eine multipolare Ordnung im Golf; eine Ordnung, in der arabische Länder gleichzeitig von den USA abhängig sind und ihre Beziehungen zu Mächten wie China ausbauen. Der Kontakt Saudi-Arabiens mit China zeigt, dass Riad auf der Suche nach weiteren Optionen neben dem Sicherheitsdach der USA ist.

Herausforderungen für Chinas Vermittlung

Chinas Bitte um Vermittlung basiert auf der Annahme, dass der Iran das Verhalten der Ansarullah ändern kann. Einige westliche Analysten glauben jedoch, dass die Ansarullah als unabhängiger Akteur mit eigenen Zielen nicht einfach den Anweisungen Teherans folgen kann. Diese Realität macht die Verhandlungen und die Vermittlung komplizierter.

Der Ölmarkt reagierte ebenfalls auf die Nachricht vom Eintritt Chinas, und der Preis für Brent-Öl fiel. Es scheint, dass die Händler auf eine Verringerung der Sorgen über Störungen in den Energiewegen, insbesondere in der Straße von Hormus, achten. Dies deutet darauf hin, dass, obwohl der Druck auf die Energiewege weiterhin hoch ist, der Markt sich an die neuen Bedingungen anpasst.

Dennoch bleibt die Sicherheitslage in der Region besorgniserregend. Vorfälle wie Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus und neue Bedrohungen durch amerikanische Beamte zeigen die anhaltenden Spannungen in dieser Wasserstraße. Diese Situation wird besonders wichtig, wenn Trump von der Möglichkeit weiterer Angriffe auf den Iran spricht.

Schließlich versucht China, ein Gleichgewicht zwischen seinen Interessen zu wahren; einerseits eine strategische Beziehung zum Iran und andererseits wirtschaftliche Beziehungen zu Saudi-Arabien und den Golfstaaten. Der Erfolg von Chinas Vermittlung hängt von seiner Fähigkeit ab, Spannungen abzubauen und die Krise im Jemen zu managen. In einer Situation, in der der Krieg andauert und die Fronten komplizierter werden, werden diese Herausforderungen bedeutender.

Quelle: qudsonline.ir