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Parlamentswahlen in Russland: Eine Schau der Loyalität zum Krieg und keine echte Wahl
Analyse

Parlamentswahlen in Russland: Eine Schau der Loyalität zum Krieg und keine echte Wahl

منبع تصویر: foreignpolicy.com

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Die Parlamentswahlen in Russland, die die erste Runde nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 darstellen, fungieren als Werkzeug zur Bestätigung der öffentlichen Loyalität zum Krieg und zum Regime von Wladimir Putin. Bei diesen Wahlen hat die Partei "Einiges Russland", die stark mit Putin verbunden ist, in Umfragen eine Unterstützung von nahezu 40 Prozent erreicht. Analysten sind jedoch der Meinung, dass die tatsächlichen Ergebnisse für den Kreml nicht von großer Bedeutung sind und dass es wichtig ist, den Anschein einer Abstimmung zu wahren.

Fehlende echte Demokratie

Laut den Beamten des Kremls bieten diese Wahlen den Menschen in Russland die Gelegenheit, ihre Loyalität zu den Kriegsanstrengungen zu zeigen. Wladimir Putin erklärte in einer landesweiten Rede: "Ihre Wahl und Entschlossenheit werden erneut zeigen, dass Millionen hinter unseren Kämpfern stehen." Die Realität ist jedoch, dass es bei diesen Wahlen keine echte demokratische Wahl gibt. Unabhängige Oppositionsgruppen wurden von der Kandidatur ausgeschlossen, und es wurde kein ausländischer Beobachter eingeladen, um den Prozess zu überwachen. Die einzige nichtstaatliche Wahlbeobachtungsgruppe wurde im vergangenen Jahr geschlossen.

Unter den teilnehmenden Parteien gibt es nur wenige Parteien außerhalb von "Einiges Russland", die alle weniger als 14 Prozent der Stimmen erhalten haben. Sogar die Kandidaten scheinen sich nicht um die Ergebnisse zu kümmern; sechs der Kandidaten aus dem Wahlkreis 158 in Russland ignorierten zwei Tage der Fernsehdebatten vor der Wahl, und nur einer erschien in Udmurtien zu diesem Ereignis.

Wirtschaftliche und politische Folgen

Der Kreml versucht mit diesen Wahlen, sich einen Anschein von Legitimität zu verleihen. Dies ist besonders wichtig, da die öffentliche Meinung zu den wirtschaftlichen Kosten des Krieges stark negativ geworden ist. Laut einer Umfrage des Lewada-Zentrums glauben ein Drittel der Russen, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten 12 Monaten steigen wird. Der Treibstoffmangel im Land hat über 30 Prozent erreicht, und die kontinuierlichen Angriffe ukrainischer Drohnen auf russische Lager haben der E-Commerce-Industrie des Landes etwa 4,74 Milliarden Dollar Schaden zugefügt.

Während Moskau versucht, das Bild einer vereinten Gesellschaft zu präsentieren, nutzt Kiew diese Gelegenheit, um seine Beziehungen zu sieben Ländern Mittel- und Osteuropas zu stärken. Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, wies in einem Tweet darauf hin, dass das "Karpatian Eight" zu einer der stärksten Verteidigungsgrundlagen der Ukraine geworden ist.

Insgesamt ähneln die Parlamentswahlen in Russland mehr einer politischen Schau als einem echten demokratischen Prozess. Diese Wahlen werden nicht nur kein Ergebnis für das russische Volk bringen, sondern fungieren auch als Werkzeug zur Machterhaltung des Putin-Regimes und zur Rechtfertigung des fortgesetzten Krieges in der Ukraine.

Quelle: foreignpolicy.com