Das zunehmende Interesse an Hautpflege und der Einsatz von Schönheitsprodukten unter Jugendlichen, insbesondere unter Teenager-Mädchen, hat Bedenken hinsichtlich der negativen Auswirkungen dieses Trends auf die psychische Gesundheit hervorgerufen. Der Begriff 'Kosmetikorexie' (cosmeticorexia) wurde kürzlich eingeführt, um die Abhängigkeit und Besessenheit von der Erreichung einer makellosen Haut zu beschreiben.
Definition von Kosmetikorexie und ihre Symptome
Kosmetikorexie bezeichnet eine Art von Besessenheit, bei der eine Person übermäßig bemüht ist, komplexe Hautpflegeroutinen durchzuführen, zusätzliche Produkte zu kaufen und ungeeignete Chemikalien für ihr Alter zu verwenden. Dies kann zu Angst und Unbehagen führen, wenn die Person ihre Routine nicht abschließen kann. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Kosmetikorexie nicht als medizinische oder psychiatrische Diagnose anerkannt ist und noch nicht genau untersucht wurde.
Mehr erfahren: Die Auswirkungen von Tee, Kaffee, rotem Fleisch und Alkohol auf die Eisenaufnahme
Einflussfaktoren und Konsequenzen
Forschungen zeigen, dass der Vergleich des eigenen Aussehens mit anderen in sozialen Medien mit Bedenken hinsichtlich des Körperbildes und Anzeichen von Essstörungen verbunden ist. Die Aktivität in sozialen Netzwerken hat auch zur Akzeptanz und Normalisierung von Schönheitsstandards unter Jugendlichen geführt. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass soziale Medien nicht die alleinige Ursache für das Auftreten von Kosmetikorexie sind; Faktoren wie Perfektionismus, Angst, bestehende Hautzustände und kommerzielle Werbung spielen ebenfalls eine Rolle.
Die Verwendung von Wirkstoffen wie Retinoiden und Peeling-Säuren kann zu Entzündungen und Hautempfindlichkeit führen. Außerdem haben aktuelle Studien gezeigt, dass die in Online-Videos gezeigten Hautpflegeroutinen im Durchschnitt sechs Produkte und Kosten von etwa 168 Dollar umfassen, wobei diese Produkte oft reizende Inhaltsstoffe enthalten.
Bedenken hinsichtlich der Haut können sich auch mit bekannten Störungen wie der Körperdysmorphie überschneiden, die sich auf die Besessenheit von äußeren Mängeln bezieht. Warnsymptome in diesem Zusammenhang sind das Verbringen von übermäßig viel Zeit oder Geld mit Hautpflege, das Gefühl von Angst und Frustration, wenn Produkte nicht verfügbar sind, und die Beeinträchtigung sozialer Aktivitäten aufgrund von Hautsorgen.
Wenn Bedenken hinsichtlich der Haut ernsthaft das tägliche Leben beeinträchtigen, wird empfohlen, einen Allgemeinarzt oder einen Hautspezialisten aufzusuchen. Behandlungen wie kognitive Verhaltenstherapie können hilfreich sein, um mit diesen Bedenken umzugehen.
Hautpflege an sich ist nicht problematisch, aber wenn diese Pflege zu unrealistischen Standards wird, kann sie sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken.
Mehr erfahren: CDC und Pennsylvania: Widerspruch der öffentlichen Gesundheitsbotschaften und deren Risiken · Schlafanalyse: Untersuchung der Gründe und Folgen aus der Sicht eines Schlafpsychologen




