In den letzten 80 Jahren waren die Vereinten Nationen nicht nur als globale Institution bekannt, sondern wurden auch als Maßstab für Geschlechtergerechtigkeit und Menschenrechte angesehen. Doch nun, mit dem Rücktritt von António Guterres als Generalsekretär, steht die Organisation vor einer ernsthaften Herausforderung: Kann sie ihre Versprechen in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit einhalten?
Geschichte des Generalsekretariats und bevorstehende Herausforderungen
Bisher wurden neun Männer als Generalsekretäre der Vereinten Nationen ernannt, und diese Position wird als "der schwierigste Job der Welt" beschrieben. Guterres, der derzeitige Generalsekretär, hat während seiner zweijährigen Amtszeit zahlreiche Krisen, darunter die COVID-19-Pandemie und internationale Spannungen, bewältigt. Dennoch konnte er die angespannte Lage der Organisation nicht verbessern, und der nächste Generalsekretär wird mit noch größeren Herausforderungen konfrontiert sein.
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Von den acht angekündigten Kandidaten sind fünf Frauen. Dies zeigt Veränderungen auf Führungsebene der Vereinten Nationen und den globalen Druck, eine Frau als Generalsekretärin zu wählen. Tatsächlich ist diese Wahl nicht nur für die Geschlechtergerechtigkeit von Bedeutung, sondern könnte auch das Ansehen der Vereinten Nationen stärken.
Druck zur Wahl einer Frau und zukünftige Schritte
In den letzten Jahren haben die Bemühungen, eine Frau als Generalsekretärin der Vereinten Nationen zu wählen, zugenommen. Koalitionen wie GWL Voices haben eine Kampagne namens "Frau Generalsekretärin" ins Leben gerufen, um die Nominierung von Frauen zu fördern. Währenddessen betonen die Mitgliedstaaten des Sicherheitsrates und der Generalversammlung nachdrücklich die Nominierung von Frauen und fordern andere Länder auf, Frauen als Kandidaten vorzuschlagen.
Dennoch erfolgt die Wahl des neuen Generalsekretärs in einem Umfeld, in dem die Interaktionen im Sicherheitsrat stark polarisiert und verhandlungsorientiert sind. Es wird erwartet, dass die Vereinigten Staaten und Russland wahrscheinlich die Wahl einer Frau verhindern, indem sie argumentieren, dass eine Wahl basierend auf Geschlecht unangemessen ist. Diese Herausforderungen könnten den Auswahlprozess beeinflussen und stellen gewissermaßen einen Mangel an globalem Konsens über Geschlechtergerechtigkeit dar.
Schließlich wird die Wahl des neuen Generalsekretärs der Vereinten Nationen nicht nur als politisches Ereignis, sondern auch als Test für die globale Institution in Bezug auf die Verbesserung der Bedingungen für Geschlechtergerechtigkeit und Transparenz in der Führung angesehen. Wenn die Vereinten Nationen die erste Frau als Generalsekretärin ernennen können, haben sie nicht nur ihre Versprechen in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit eingehalten, sondern können auch als Vorbild für andere Institutionen und Länder weltweit fungieren.
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