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Trump setzt mit hohen Zöllen auf brasilianische Importe den Handelsausgleich unter Druck
Wirtschaft

Trump setzt mit hohen Zöllen auf brasilianische Importe den Handelsausgleich unter Druck

منبع تصویر: theconversation.com

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Die Regierung von Donald Trump hat am 15. Juli 2026 einen Zoll von 25 Prozent auf brasilianische Waren angekündigt und damit einen weiteren Schritt unternommen, um Druck auf Brasilien auszuüben. Diese Maßnahme, zusammen mit einem zusätzlichen Zoll von 12,5 Prozent, erhöht die Gesamtsätze auf 37,5 Prozent. Dies geschieht, während die Vereinigten Staaten seit Jahren als der größte Exporteur von Waren nach Brasilien gelten, wobei die amerikanischen Exporte nach Brasilien im Jahr 2025 auf etwa 54 Milliarden Dollar geschätzt werden.

Handelsungleichgewicht und politische Druck

Trotz eines Handelsüberschusses von 14 Milliarden Dollar zwischen den Vereinigten Staaten und Brasilien setzt Trump weiterhin auf eine Reduzierung der brasilianischen Importe. Diese Maßnahmen scheinen eher aus politischen als aus wirtschaftlichen Gründen motiviert zu sein. Tatsächlich stehen diese Bemühungen im Zusammenhang mit Trumps Protesten gegen die rechtlichen Verfahren gegen den ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, der als sein politischer Verbündeter gilt. Angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Brasilien könnte dies ein erfolgreiches Argument für Luiz Inácio Lula da Silva, den aktuellen Präsidenten Brasiliens, werden.

Folgen der neuen Zölle und Brasiliens Antwort

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat außerdem 471 brasilianische Produkte von den Zöllen ausgenommen, darunter Grundnahrungsmittel und industrielle Eingänge. Dennoch umfassen die verbleibenden Waren hauptsächlich Produktionsgüter wie Schuhe, Kleidung und Maschinen, die sich negativ auf den amerikanischen Markt auswirken können. Diese Zölle belasten hauptsächlich amerikanische Unternehmen, da sie höhere Kosten an der Grenze zahlen müssen.

Forschungen zeigen, dass Trumps Macht, Zölle zur Änderung der brasilianischen Politik einzusetzen, begrenzt ist. Seit 2009 hat China die Vereinigten Staaten als größten Handelspartner Brasiliens abgelöst, was zu einer Verringerung der Abhängigkeit Brasiliens vom amerikanischen Markt geführt hat. Dies ermöglicht es brasilianischen Exporteuren, ihre Waren auf anderen Märkten zu verkaufen.

Darüber hinaus könnten Trumps Druckmaßnahmen selbst schädlich sein. Durch die Einschränkung des Zugangs Brasiliens zum amerikanischen Markt erscheint China als ein attraktiverer Käufer für brasilianische Waren. Auch Trumps Kritik an den rechtlichen Verfahren gegen Bolsonaro wird als ein wesentlicher Faktor in den wirtschaftlichen Entscheidungen Brasiliens betrachtet.

Schließlich betrifft das Thema der Trumps Zölle auf Brasilien nicht nur die Handelspolitik, sondern auch die inneren und wahlpolitischen Angelegenheiten Brasiliens. Mit dem Herannahen der Wahlen könnten steigende Druckmaßnahmen zugunsten von Lula wirken und in seinen Bemühungen, an der Macht zu bleiben, helfen.

Quelle: theconversation.com