General Steven P. Carpenter, als Kommandeur des Multidomain-Kommandos Europa, sprach in einem Interview über die Stärkung der Koordination von Sensoren und Operationen an der Ostfront. Dieses Gespräch fand nach der jährlichen Übung Arcane Thunder 26 statt, deren Ziel es war, die Fähigkeit von Multidomain-Teams zur Durchführung koordinierter Operationen zu bewerten.
Fortschritte beim Einsatz von Hochaltitudenballons
Einer der wichtigsten Erfolge dieser Übung war die Fähigkeit, die gesamte Kette der Zielzerstörung mit Hilfe von Hochaltitudenballons darzustellen. Diese Ballons ermöglichen es den Kommandeuren, Informationen kostengünstig und sofort zu empfangen und Operationen zu leiten. Die Ballons sind mit Sensor- und Kommunikationsgeräten ausgestattet, die die Unterstützung von Multidomain-Operationen fördern und ein besseres Verständnis der Situation auf dem Schlachtfeld bieten.
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Carpenter wies darauf hin, dass Hochaltitudenballons zur Unterstützung von elektromagnetischen Kriegen und zur Informationsbeschaffung entwickelt wurden, und sagte: „Diese Ballons bieten eine organische und unabhängige Abdeckung, auf die der Kommandeur zugreifen kann, ohne von anderen Einheiten anfragen zu müssen.“ Diese Veränderung wird als ein grundlegender Schritt in der Transformation des stratosphärischen Raums von einem Durchgangskorridor zu einem Raum für waffenfähige Manöver angesehen.
Herausforderungen und Einschränkungen
Trotz der Fortschritte wies Carpenter auch auf bestehende Herausforderungen hin. Die Einschränkungen in den Ausbildungsrichtlinien beeinflussen den Zugang zum elektromagnetischen Spektrum und schränken in realen Bedingungen die Fähigkeit ein, alle Möglichkeiten zu nutzen. Er betonte, dass zur Verwirklichung der Ziele in einem echten Krieg mit Gastgebern und Partnern zusammengearbeitet werden muss, damit die Ausbildungsumgebung die Komplexität des Multidomain-Schlachtfelds gut simulieren kann.
Eine weitere große Herausforderung ist das hohe Datenvolumen, mit dem die Militärs konfrontiert sind. Carpenter wies darauf hin, dass „wir in Daten ertrinken“ und betonte die Notwendigkeit, diese Daten zu verarbeiten und zu priorisieren, um sicherzustellen, dass jeder Schütze zur richtigen Zeit das richtige Ziel trifft. Dies erfordert den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen zur Verarbeitung von Daten und zur Eliminierung unnötiger Störungen.
Schließlich wies Carpenter auf das Problem der Interaktion zwischen den Allianzen hin und erklärte, dass der Austausch von Ziel-Daten zwischen verschiedenen Systemen, insbesondere von US-Sensoren zu den polnischen und niederländischen Feuerleitsystemen, nach wie vor ein bedeutender Reibungspunkt ist. Er betonte die Notwendigkeit, Netzwerke und Datenformate zu standardisieren, um eine optimale Zusammenarbeit zwischen den NATO-Mitgliedsstaaten zu gewährleisten.
Diese Übung war auch das erste Mal, dass das Multidomain-Kommando einen multinationalen Cyberbereich ausrichtete, der dem Informationsverteidigungsteam dieses Kommandos ermöglicht, mit NATO-Verbündeten in einer virtuellen Cyberumgebung zu trainieren. Diese Kooperationen können zur Entwicklung und Stärkung gemeinsamer Verteidigungsfähigkeiten beitragen.
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