Neue Forschungen im Bereich der Linguistik zeigen, dass sich die Art und Weise, wie auf Menschen mit Behinderungen und psychischen Störungen verwiesen wird, in den letzten 45 Jahren erheblich verändert hat. Diese Studie, die die größte ihrer Art ist, untersucht die sprachlichen Entwicklungen und die bestehenden Präferenzen hinsichtlich der Begriffe im Zusammenhang mit Behinderung und psychischen Störungen.
Geschichte der Sprache und ihre Veränderungen
In den 1980er Jahren argumentierten Aktivisten für Behinderungen, dass die Verwendung von Ausdrücken wie „behinderte Person“ die Identität des Individuums mit seiner Behinderung gleichsetzt. Aus diesem Grund wurde der Begriff „Person mit Behinderung“ als eine Sprache vorgeschlagen, die die Identität des Individuums priorisiert. Diese Sprache wurde bald von Fachorganisationen und Richtlinien für wissenschaftliche Veröffentlichungen und Medienberichte akzeptiert.
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Kritik und neue Meinungen
In den letzten Jahren hat jedoch die Kritik an der „Person-First“-Sprache zugenommen. Kritiker äußern, dass diese Art der Sprache Behinderung oder psychische Störung als einen minderwertigen und marginalen Teil des Individuums darstellt. Der amerikanische Psychologe Louis Sass bringt dieses Thema schön zur Sprache, ob Störungen wie Schizophrenie als Last oder Feind betrachtet werden sollten, mit dem das Individuum umgehen muss, oder ob sie als Teil des Daseins und der Identität des Individuums betrachtet werden sollten.
Im Jahr 2020 bestätigte die American Psychological Association die „Identity-First“-Sprache, und Umfragen zeigen, dass viele Menschen mit psychischen Behinderungen diese Art der Sprache bevorzugen. Auf allgemeiner Ebene gibt es jedoch noch keine weitreichende Einigung über die Präferenz für eine dieser beiden Spracharten.
Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass unsere Sprache in diesem Bereich nicht statisch ist und von sozialen und kulturellen Veränderungen beeinflusst wird. Untersuchungen zeigen, dass die „Person-First“- und „Identity-First“-Sprache in Bezug auf verschiedene Bedingungen unterschiedlich verwendet wird. Zum Beispiel wird in einigen Fällen wie Alkoholismus und Angst die „Identity-First“-Sprache bevorzugt, während in anderen Fällen wie Anorexie eher die „Person-First“-Sprache verwendet wird. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass sprachliche Trends spezifisch von den Bedingungen abhängen und sorgfältig beachtet werden sollten.
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