Die Bank von England hat kürzlich bekannt gegeben, dass ihre neue Geldpolitik Kosten in Höhe von 120 Milliarden Pfund für das Finanzministerium mit sich bringt. Diese Situation zeigt eine ernsthafte Überschneidung zwischen Geld- und Finanzpolitik, die zu wirtschaftlicher Instabilität führen kann.
Hintergrund und Geschichte
Im Jahr 1997 hat die Labour-Partei mit dem Ziel, die Unabhängigkeit der Bank von England zu stärken, diese Institution aus der direkten Kontrolle des Finanzministeriums herausgenommen. Dies bedeutete, dass die Bank die Zinssätze anpassen konnte, während das Finanzministerium die finanzielle Verantwortung trug. Doch mit dem Auftreten von Finanzkrisen, einschließlich der Finanzkrise von 2008 und der Corona-Pandemie, wurde diese Unabhängigkeit in Frage gestellt.
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Auswirkungen und Folgen der Kosten
Die neue Politik der Bank, die als „Quantitative Tightening“ (QT) bekannt ist, hat zu Käufen von Staatsanleihen (gilts) zur Unterstützung der Wirtschaft geführt. Doch jetzt muss das Finanzministerium die Kosten für diese Käufe decken, da die Zinssätze steigen. Im vergangenen Jahr hat das Finanzministerium 17 Milliarden Pfund an die Bank gezahlt, um diese Verluste auszugleichen, eine Summe, die größer ist als das Budget des Justizministeriums. Diese Situation zeigt die Instabilität der finanziellen Struktur, die es ermöglicht, dass die Entscheidungen der Bank direkte Auswirkungen auf das Budget der Regierung haben.
Obwohl Greg Stanton, der Präsident der Bank, die Gesamtkosten der QT-Politik als „neutral“ bezeichnet, ist die Realität, dass diese Kosten in einem bedeutenden Wahlzeitraum stehen und dies bedeutet Druck auf die aktuellen Minister, diese Kosten den Wählern zu rechtfertigen. Diese Situation könnte zu einer politischen Krise für die Regierung führen, da die Minister für Entscheidungen verantwortlich sein müssen, die sie nicht direkt kontrollieren können.
Bedarf an einer Überprüfung der Politiken
Die Minister müssen diese Vereinbarung so schnell wie möglich beenden. Keine andere große Zentralbank der Welt hat einen solchen Mechanismus. Die Umwandlung von geldpolitischen Kosten in eine finanzielle Belastung für das Finanzministerium macht nicht nur geldpolitische Entscheidungen zu finanziellen Interventionen, sondern stellt auch die Unabhängigkeit der Bank in Frage.
Derzeit arbeiten die Bank und das Finanzministerium an Änderungen der QT-Politik, um den Druck auf die Zinserhöhungen zu verringern. Dies zeigt eine geheime Koordination, die die Unabhängigkeit der Bank in Frage stellt. Die Entscheidungen des Geldpolitischen Ausschusses (MPC) sollten einer Herausforderung und Überprüfung unterzogen werden, um mehr Rechenschaftspflicht im Finanzsystem zu schaffen.
Schließlich fördert diese Situation nicht nur wirtschaftliche Herausforderungen, sondern auch politische Krisen. Die Minister müssen Entscheidungen über die Kosten der Geldpolitik treffen, während diese Entscheidungen in den Händen eines nicht gewählten Ausschusses liegen. Diese Instabilitäten können zu einem Verlust des öffentlichen Vertrauens und wirtschaftlicher Instabilität führen.
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