Hosseini Kiamanesh: Je länger der Krieg der USA und des zionistischen Regimes gegen Iran seit dem 9. Esfand andauert, desto deutlicher wird die Dimension der strategischen Sackgasse, in der Washington gefangen ist. Der Krieg, der darauf abzielte, Iran durch die militärische Überlegenheit von Washington und Tel Aviv seiner militärischen und strategischen Macht zu berauben, hat nun einen Punkt erreicht, an dem selbst in der Bewertung einiger strategischer Kreise in den USA die Folgen nicht nur mit militärischen Errungenschaften erklärt werden können.
Änderung der sicherheitspolitischen Gleichgewichte
Es geht nicht nur darum, dass Iran diesen Krieg überstanden hat oder in der Lage war, seine militärischen und strategischen Kapazitäten zu bewahren, sondern das wichtigere Thema ist, dass der Krieg die Gleichgewichte, die die USA über 4 Jahrzehnte zur Eindämmung Teherans im Westasien geschaffen haben, in eine neue Phase geführt hat. Tatsächlich geht es über das Ergebnis einiger militärischer Operationen hinaus und betrifft die Zukunft der regionalen Ordnung; einer Ordnung, in der die USA jahrzehntelang der Hauptgarant für die Sicherheit der arabischen Staaten am Persischen Golf waren, aber nun sind die Anzeichen für eine Veränderung dieses Gleichgewichts deutlicher als je zuvor.
Mehr lesen: Australien und der nächste Generalsekretär der Vereinten Nationen brauchen einander
Strategische Niederlage der USA
Auf der anderen Seite sieht sich die USA einer bitteren Realität und einer beschämenden Niederlage gegenüber: Nach 6,5 Monaten Krieg ist Iran nicht nur nicht verschwunden, sondern auch ein Teil der wichtigsten strategischen Druckmittel der USA in der Region steht vor Herausforderungen. Das Denkfabrik „Center for Strategic and International Studies“ (CSIS) hat in einer Analyse auf die Bedeutung dieses Themas hingewiesen und sich mit den Äußerungen von Vali Nasr, dem leitenden Berater dieses Think Tanks, beschäftigt. Nasr ist der Meinung, dass die USA und das zionistische Regime mit dem Ziel, Westasien neu zu gestalten, in den Krieg eingetreten sind, aber das Ergebnis des Krieges, entgegen ihren Berechnungen, ist, dass Iran nicht nur nicht aus der Szene verschwunden ist, sondern die USA mit einer Verringerung ihres Einflusses in der zukünftigen Region konfrontiert sind.
Nasr weist darauf hin, dass die ursprüngliche Berechnung der USA war, dass der Angriff auf Iran die Islamische Republik stürzt und wenn dieses Ziel nicht erreicht wird, zumindest die nuklearen und militärischen Fähigkeiten Irans erheblich verringert werden. In Wirklichkeit ist Iran jedoch zu einer regionalen Macht geworden, die die Spielregeln bestimmen kann.
Zusammenbruch der Sicherheit der USA im Persischen Golf
Die Analyse von Vali Nasr bezieht sich auch auf die Angriffe Irans auf die militärischen Infrastrukturen der USA in der Region. Diese Angriffe haben die sicherheitspolitische Architektur, die Washington jahrzehntelang der Region aufgezwungen hat, tatsächlich ins Wanken gebracht. Die Militärbasen der USA, die als Sicherheitsgaranten fungieren sollten, sind nun selbst zu Zielen von Angriffen geworden. Diese Veränderung des Gleichgewichts zeigt die Schwäche der Fähigkeit und des Willens der USA, ihre Interessen im Persischen Golf zu verteidigen.
Schließlich hat der jüngste Krieg nicht nur die militärischen Fähigkeiten Irans bewahrt, sondern auch zu einem schrittweisen Zusammenbruch der sicherheitspolitischen Architektur der USA im Persischen Golf geführt. Es scheint, dass diese Entwicklungen die Zukunft der sicherheitspolitischen Ordnung im Nahen Osten erheblich beeinflussen werden.
Mehr lesen: Änderungen der Raumstrategie Russlands nach dem Krieg und den Sanktionen · Entwicklung der Verteidigungskooperation zwischen Südkorea und Europa im Schatten neuer Bedrohungen




