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Ursula von der Leyen und die Energieherausforderungen Europas in der Jahressprache
Analyse

Ursula von der Leyen und die Energieherausforderungen Europas in der Jahressprache

منبع تصویر: atlanticcouncil.org

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Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, sprach in ihrer Rede auf der Jahrestagung der Europäischen Union am 16. September über die ernsthaften Energieherausforderungen, die durch die Kriege im Iran und in der Ukraine verschärft wurden. Diese Rede betonte die Notwendigkeit einer integrierten und pragmatischen Energiepolitik, die nicht nur die Reduzierung der Kohlenstoffemissionen, sondern auch die Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit berücksichtigt.

Erkennung der Herausforderungen und Handlungsbedarf

Von der Leyen identifizierte zu Recht eines der Hauptprobleme im Energiesektor Europas: Mit den hohen Energiepreisen kann Europa keine starke industrielle Basis und öffentliche Unterstützung für den Übergang zu erneuerbaren Energien aufrechterhalten. Diese Rede wies insbesondere auf die Auswirkungen des russischen Gasstopps und die Störungen im Persischen Golf hin, die zu steigenden Energiekosten in Europa geführt haben. Zum Beispiel kostet ein Gallone Diesel in Deutschland jetzt über 10 Dollar.

Während die Identifizierung der Probleme überzeugend erscheint, sind die vorgeschlagenen Lösungen noch nicht überzeugend. Von der Leyen verwies auf einen technologie-neutralen Ansatz, der zwischen den Institutionen der Europäischen Union umgesetzt werden sollte. Dieser Ansatz könnte zu einer pragmatischen Energiepolitik führen, die statt Ideologie auf praktische Lösungen fokussiert.

Energiepolitik und Sicherheit

Europa sollte anstelle von ehrgeizigen Zielen diese umsetzen. Umwelt- und Klimaziele sind zu den Hauptfaktoren der Energiepolitik geworden, während breitere Gleichgewichte in Vergessenheit geraten sind. Die zentrale Frage ist, ob die Europäische Union eine Energiepolitik entwickeln kann, die mit ihren industriellen Vermögenswerten und geopolitischen Unsicherheiten vereinbar ist.

Diese Herausforderung muss im Kontext einer breiteren Sicherheitslage betrachtet werden. Der Ukrainekrieg und die wachsenden hybriden Bedrohungen zeigen, dass Energieinfrastrukturen, einschließlich Netze und Speicheranlagen, strategische Infrastrukturen sind. Der Schutz dieser Anlagen vor Sabotage und Cyberangriffen sollte Teil der sicherheitspolitischen Planung Europas werden.

Die Energiepolitik Europas sollte nicht Isolation bedeuten, sondern Freiheit der Wahl und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit aus einer Position der Stärke. Europa muss gefährliche Abhängigkeiten verringern und gleichzeitig nachhaltige Partnerschaften mit den Vereinigten Staaten, Kanada, Norwegen, Großbritannien, Australien und anderen vertrauenswürdigen Partnern aufbauen.

Die Bewältigung der Energieherausforderungen ist nicht nur durch Erklärungen möglich. Europa benötigt einen Politikwechsel, Investitionen, grenzüberschreitende Kommunikation und eine gerechte Verteilung der Übergangskosten. Dieser Ansatz könnte die Energiesicherheit zu einem Projekt machen, das Europa vereint und nicht zu einer Quelle der Spaltung.

Quelle: atlanticcouncil.org