Die Vereinigten Staaten unter der Führung von Donald Trump haben ab Januar 2025 ihre Handelspolitik erheblich geändert und neue Zölle auf die meisten ihrer Handelspartner eingeführt. Diese Änderungen haben nicht nur Auswirkungen auf die amerikanische Wirtschaft, sondern auch tiefgreifende Folgen für die Handelsabkommen mit Kanada und Mexiko, insbesondere das Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA).
Grundlegende Veränderungen in der Handelspolitik
Trumps Handelspolitik verlässt sich nicht mehr auf Handelsabkommen und Konsultationen mit der Industrie, sondern auf die Ausübung exekutiver Befugnisse. Dieser neue Ansatz hat durch die Erhöhung der Zölle Unsicherheiten für die Handelspartner geschaffen, ob Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten noch wertvoll sind oder nicht. Zum Beispiel zeigen die zusätzlichen Zölle, die auf verschiedene Produkte erhoben wurden, dass selbst Produkte, die unter Handelsabkommen fallen, möglicherweise diesen Zöllen unterliegen.
Auswirkungen auf Handelsabkommen
Handelsabkommen wurden ursprünglich geschaffen, um Handelshemmnisse und Zölle abzubauen, aber die Erhöhung der Zölle durch exekutive Befugnisse hat dazu geführt, dass diese Abkommen ihre Handelspartner nicht mehr vor neuen Zöllen schützen können. Zum Beispiel sind importierte Produkte aus Bahrain unter dem Freihandelsabkommen, trotz der Nichtzahlung des MFN-Zolls, einem Zoll von 50 Prozent ausgesetzt. Auch Partnerländer wie Südkorea und Kolumbien sehen sich mit steigenden Zöllen konfrontiert, was zeigt, dass die Art der Exporte eines Landes möglicherweise einen größeren Einfluss auf die Zollraten hat als das Vorhandensein eines Handelsabkommens.
Während Handelsabkommen einen Teil der Zölle reduzieren können, können sie oft nicht verhindern, dass die Zollraten steigen. Zum Beispiel ist der durchschnittliche Zollsatz auf Importe in die Vereinigten Staaten von 2,2 Prozent auf 9,9 Prozent gestiegen, während dieser Satz für Partnerländer von 0,2 Prozent auf 4,6 Prozent gestiegen ist. Diese Erhöhungen haben insbesondere Auswirkungen auf alte Handelspartner wie Kanada und Mexiko und zeigen insgesamt, dass Handelsabkommen möglicherweise nicht mehr als zuverlässiges Instrument zur Senkung von Zöllen fungieren können.
Schließlich stellt sich die grundlegende Frage, ob Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten in Zukunft als akzeptables Instrument bestehen bleiben können oder nicht. Angesichts der aktuellen Trends könnten diese Abkommen gefährdet sein und bedürfen einer Überprüfung und Stärkung.
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