Das neue Notfallmanagementgesetz 2026 Neuseelands, das nach einer Reihe großer Katastrophen und Untersuchungen, die die Fähigkeit dieses Landes im Krisenmanagement in Frage stellten, verabschiedet wurde, gilt als eine der wichtigsten Verbesserungen der letzten zwei Jahrzehnte.
Die Bedeutung von Beziehungen im Krisenmanagement
Forschungen zeigen, dass effektive Koordination im Krisenmanagementsystem Neuseelands von den Beziehungen zwischen Personen und Organisationen abhängt. Diese Beziehungen, die scheinbar immateriell sind, spielen eine wesentliche Rolle für den Erfolg von Kooperationen. Nationale, regionale und lokale Strukturen, spezifische Institutionen und definierte Programme tragen zur Schaffung der notwendigen Befugnisse und Verantwortlichkeiten bei, jedoch agieren Katastrophen oft über diese Grenzen hinaus. Zum Beispiel erforderten die Überschwemmungen im Jahr 2023 in Auckland und der Sturm Gabrielle eine Koordination zwischen mehreren Organisationen unter unklaren Bedingungen und mit unvollständigen Informationen.
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Herausforderungen und Schwächen in der Koordination
Unsere Forschung mit Interviews von 40 Teilnehmern aus verschiedenen Organisationen hat gezeigt, dass Beziehungen und Vertrauen zwischen Organisationen entscheidende Bedingungen für eine effektive Zusammenarbeit sind. Die Netzwerk-Analyse hat auch gezeigt, dass Schlüsselakteure und "Vermittler" Informationen über organisatorische Grenzen hinweg übertragen können. Dennoch kann die Abhängigkeit von bestimmten Personen Schwächen schaffen; zum Beispiel, wenn eine verantwortliche Person wechselt oder in Krisenzeiten nicht verfügbar ist, kann dies zu einer Schwächung der Koordination führen.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Hindernisse wie organisatorische Silos, verstreute Informationen und Unklarheiten in den Rollen, die die Effektivität des Krisenmanagements beeinträchtigen können. Die Schaffung neuer Ausschüsse oder die Überarbeitung von Programmen allein kann nicht das Vertrauen und die Beziehungen schaffen, die für eine effektive Arbeit unter Druck erforderlich sind.
Das neue Notfallmanagementgesetz bietet die Gelegenheit, die Kommunikationsbedingungen und die Beziehungen zwischen Organisationen neben den formellen Strukturen zu berücksichtigen. Dieses Gesetz klärt die Rollen und Verantwortlichkeiten und betont das Prinzip, dass Risiken von denjenigen, die am besten in der Lage sind, sie zu managen, auf der niedrigsten angemessenen Ebene verwaltet werden sollten.
Schließlich wird die Wirksamkeit dieses Gesetzes in Zeiten von Krisen getestet, die nicht vollständig vorhersehbar sind. In dieser Zeit wird die zentrale Frage sein, ob die Organisationen in der Lage sind, in Zeiten der Not effektiv zusammenzuarbeiten oder nicht.
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