In der Welt der klassischen Musik wurde das Versprechen von Vielfalt und Inklusion immer wieder gehört, aber werden diese Versprechen wirklich in die Tat umgesetzt? Seit Jahren bin ich in diesem Bereich tätig und als einer der Gründer und Leiter des Contemporary Orchestra London bin ich immer wieder mit den bitteren Realitäten konfrontiert worden, die zeigen, dass diese Versprechen nur leere Worte geblieben sind.
Der schwierige Weg für Arbeitermusiker
Ich erinnere mich, dass es in meiner Kindheit für mich möglich war, ein Instrument zu spielen. Mit Hilfe von staatlichen Musikdiensten und Jugendorchestern konnte ich ohne finanzielle Hürden in diese wunderbare Welt eintauchen. Aber heutzutage sind solche Möglichkeiten für Arbeitermusiker stark eingeschränkt. Die hohen Kosten für Ausbildung, Ausrüstung und sogar die Miete von Probenräumen halten viele junge Talente davon ab, ihren Weg fortzusetzen.
Können wir erwarten, dass Vielfalt in der klassischen Musik Wirklichkeit wird, während diese Hürden bestehen? Ich weiß gut, dass Arbeitermusiker ohne finanzielle Unterstützung und angemessene Ressourcen in diesem Bereich keinen Erfolg haben können. Und das ist ein Thema, das in verschiedenen Bereichen der Musik deutlich spürbar ist.
Ist die Zeit für Veränderung gekommen?
Als jemand, der seit Jahren in diesem Bereich tätig ist, kann ich nicht länger ruhig zusehen, wie sich diese Situation entwickelt. Es scheint, dass Institutionen und Musikorganisationen anstelle von schönen Worten und leeren Versprechungen mehr praktische Maßnahmen ergreifen müssen. Arbeitermusiker sollten als ein untrennbarer Teil der Musikwelt betrachtet werden, und es sollten die notwendigen Ressourcen für sie bereitgestellt werden.
Wahre Vielfalt entsteht erst, wenn Musiker aus allen sozialen und wirtschaftlichen Schichten in diesem Raum präsent sein können und ihre Talente entfalten können. Ist es nicht an der Zeit, diese Versprechen in die Tat umzusetzen und den Arbeitermusikern die Möglichkeit zu geben, zu glänzen?




