In der Welt des Kinos gibt es hitzige Diskussionen über die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Zukunft dieser Branche. Einige Produzenten sind der Meinung, dass diese Technologie nicht nur eine Bedrohung für Schauspieler darstellt, sondern als neues Werkzeug im Dienste der Kreativität und Innovation des Kinos eingesetzt werden kann.
Veränderungen im Zuschauerverhalten
La Hussein Grimish, ein Filmproduzent, stellt die vorherrschende Erzählung über die existenzielle Krise des Kinos in Frage und sagt uns, dass sich das Zuschauerverhalten während der Pandemie stark verändert hat. Er ist der Überzeugung, dass Streaming-Plattformen und öffentliche Vorführungen nicht nur Konkurrenten sind, sondern in einem miteinander verbundenen finanziellen Ökosystem agieren. Dieses Modell zeigt insbesondere in Frankreich, dass das Kino sich an Veränderungen anpassen kann, ohne die große Leinwand zu verlassen.
Kino als kulturelles Recht
Grimish betrachtet das Filmemachen als eine Form kultureller Herrschaft und betont, dass Gesellschaften Filme benötigen, nicht nur als Unterhaltung, sondern auch zur Identitätsfindung und zur Schaffung dessen, was er "neue Vorstellungen" nennt. Er glaubt, dass das Kino eine Art von Selbstbewusstsein und kultureller Solidarität benötigt, die nur durch visuelle Geschichten und Erzählungen entstehen kann.
Diese Sichtweise zeigt deutlich, dass das Kino im Wandel ist, aber diese Veränderungen bedeuten nicht das Verschwinden von Schauspielern und menschlicher Kreativität, sondern die Erweiterung der Grenzen der Kreativität und die Nutzung neuer Technologien als ergänzende Werkzeuge. Es scheint, dass die Zukunft des Kinos mit künstlicher Intelligenz bunter sein wird, als man denkt.




