In einer Welt, in der Lebensmittelkrisen und Herausforderungen der Versorgungskette zur täglichen Realität geworden sind, äußert Stéphane Layani, der Geschäftsführer des Großmarktes Rungis in Frankreich, seine Ansichten zur Zukunft des Lebensmittelsystems in Frankreich.
Der Rungis-Markt: Herz der Lebensmittelversorgung in Europa
Der Rungis-Markt, der größte Großhandelsmarkt für Lebensmittel in Europa, fungiert als Ausgangspunkt der Lebensmittelversorgungskette für viele Länder. Layani betont die Bedeutung dieses Marktes für die Deckung der Lebensmittelbedürfnisse nicht nur Frankreichs, sondern ganz Europas und verweist auf die bestehenden Herausforderungen in der Versorgungskette. Er ist der Überzeugung, dass jede Störung in dieser Kette erhebliche Auswirkungen auf die Preise und den Zugang zu Lebensmitteln haben kann.
Das Buch „Die Welt hat Hunger“ und neue Horizonte
Layani hat kürzlich ein Buch mit dem Titel „Le Monde a faim“ veröffentlicht, in dem er die globalen Lebensmittelbedürfnisse und mögliche Lösungen zur Bewältigung dieser Herausforderungen untersucht. In diesem Buch hebt er die Rolle von Technologie und Innovation zur Verbesserung der Lebensmittelversorgungskette sowie zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung hervor. Seiner Meinung nach müssen wir nach nachhaltigeren und effizienteren Lösungen suchen, um auf das Wachstum der Bevölkerung und deren Lebensmittelbedürfnisse zu reagieren.
Angesichts des Klimawandels und der Umweltkrisen ist Layani der Ansicht, dass die Zukunft des Lebensmittelsystems in Frankreich in Richtung Nachhaltigkeit und Flexibilität gehen muss. Er verweist auch auf die wichtige Rolle der lokalen Landwirtschaft und die Unterstützung kleiner Produzenten, die zur Stärkung der Versorgungskette und zur Verringerung der Abhängigkeit von Importen beitragen kann.
Schließlich betont Layani die Notwendigkeit der Zusammenarbeit aller Beteiligten in der Lebensmittelversorgungskette, von Regierungen über Produzenten bis hin zu Verbrauchern, und weist darauf hin, dass nur durch Synergie eine sichere und nachhaltige Zukunft in der Lebensmittelversorgung der Welt erreicht werden kann.




