Der Krieg im Jemen hat erneut mit der Eroberung des Hafens von Mocha und mehrerer Inseln durch die Huthi-Gruppe begonnen. Dieses Vorrücken ermöglicht es den Huthis, Zugang zur Straße von Bab al-Mandab zu erhalten, die als ein lebenswichtiger Handelsweg zwischen Asien und Europa gilt.
Besorgnisfaktoren für Saudi-Arabien
Das Vorrücken der Huthis hat Besorgnis in Saudi-Arabien ausgelöst. Diese Bedenken beruhen auf drei Hauptgründen: Erstens stellt dieses Vorrücken eine militärische Niederlage für die Saudis und die Truppen, die die jemenitische Regierung unterstützen, dar. Zweitens ist Saudi-Arabien stark auf den Zugang zur Straße von Bab al-Mandab für seine Ölexporte angewiesen, insbesondere nach der effektiven Schließung der Straße von Hormus infolge des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran im Februar 2026. Die Kontrolle über die Küsten des Jemens ermöglicht es den Huthis, die Energieexporte Saudi-Arabiens einzuschränken.
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Drittens bedeutet die enge Beziehung der Huthis zum Iran, dass Teheran nun die Kontrolle über zwei wichtige Seewege für den globalen Öltransport haben kann. Zum Beispiel machte die Straße von Bab al-Mandab im Juni 2023 etwa 7 Prozent der globalen Ölexporte aus.
Folgen der erneuten Konflikte
Die erneuten Kämpfe bedeuten das Ende des Waffenstillstands im Jemen, der seit 2022 bestand. Die Huthis, die ursprünglich als Bewegung zum Schutz der Interessen der schiitischen Zaiditen im Jemen gegründet wurden, übernahmen 2014 die Kontrolle über die Hauptstadt Sanaa. Saudi-Arabien, besorgt über die Kontrolle seines südlichen Nachbarn durch iranisch unterstützte Kräfte, begann im März 2015 einen umfassenden Krieg.
Dieser Krieg dauerte mehrere Jahre und führte schließlich zu einem Stillstand. Trotz der Bemühungen um Verhandlungen und eine nachhaltige Einigung einigten sich die Parteien nur im April 2022 auf einen Waffenstillstand. Dieser Waffenstillstand lief jedoch im Oktober 2022 aus, und obwohl die Kämpfe weitgehend zurückgingen, blieben die Spannungen bestehen.
Nach den jüngsten Entwicklungen gibt es Berichte über einen Antrag von Mohammed bin Salman, dem saudischen Kronprinzen, auf Luftangriffe der Vereinigten Staaten gegen die Huthis. Dieser Antrag wurde zwar abgelehnt, zeigt jedoch die anhaltenden Spannungen und Konflikte in dieser Region. Das jüngste Vorrücken der Huthis an der Westküste des Jemens stellt nicht nur eine Bedrohung für Saudi-Arabien dar, sondern auch eine ernsthafte Herausforderung für die Huthis selbst, da sie nun ein größeres Territorium kontrollieren und ihre Fähigkeit testen müssen, diese neue Position zu halten.
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