In der heutigen Welt ist die Frage nach dem Zweck von Unternehmen stark politisch. Im Jahr 1970 behauptete Milton Friedman in einem Artikel für die New York Times, dass "die soziale Verantwortung von Unternehmen darin besteht, ihren Gewinn zu maximieren". Er nannte die Sorgen von CEOs über die Schaffung guter Arbeitsplätze "reinen und ungefilterten Sozialismus". Friedman und seine Mitstreiter sahen Unternehmen als Werkzeuge zur Durchsetzung ihrer Politiken, und ihre Ideen leben weiterhin in der modernen Welt; so verdienen britische Manager derzeit 130-mal mehr als durchschnittliche Arbeiter.
Beratung, die den Neoliberalismus stärkt
Trotz der Versprechen von Andy Burnham, den Neoliberalismus zu beenden, scheint die kürzlich von seiner Regierung gestartete Beratung nur zu seiner Stärkung zu führen. Diese Beratung steht im Einklang mit den Bemühungen der Starmer-Regierung, gegen "überflüssige Gesetze" vorzugehen. Der Jahresbericht einiger Unternehmen umfasst mittlerweile 98.000 Wörter und kann in bestimmten Bereichen zweifellos vereinfacht werden. Doch diese Beratung schlägt vor, wichtige Informationen zu streichen und geht davon aus, dass Unternehmensberichte hauptsächlich im Interesse der Aktionäre und nicht anderer Interessengruppen sein sollten.
Fehltritte auf dem Weg zum Fortschritt
Dieser Ansatz trägt nicht nur nicht zur Transparenz bei, sondern kann im Gegenteil die soziale Rolle von Unternehmen schwächen. Anstatt als soziale verantwortliche Institutionen anerkannt zu werden, verwandeln sie sich in Werkzeuge für höhere Rentabilität. Unter diesen Umständen, kann man wirklich auf das Ende des Neoliberalismus hoffen?




