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Die vertrauenswürdigsten Informationsquellen in Notfällen: Die Rolle des Vertrauens im Krisenmanagement
Analyse

Die vertrauenswürdigsten Informationsquellen in Notfällen: Die Rolle des Vertrauens im Krisenmanagement

منبع تصویر: theconversation.com

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Im August 2025 arbeitete Abu Zar Hussain, ein pakistanischer Hirte, in den bergigen Ausläufern von Shigar, als plötzlich ein erschreckendes Geräusch die Stille des Tals durchbrach. Er bemerkte schnell eine Gletscherschmelze, die auf sein Dorf zusteuerte, und hatte nur wenige Minuten Zeit zu reagieren. Mit Zugang zu einem Mobilfunksignal konnte Abu Zar sein Dorf anrufen und über den Lautsprecher der Moschee eine Warnung übermitteln. Dieser Anruf rettete Hunderte von Leben, während in dieser Region Millionen von Dollar in Frühwarnsysteme investiert worden waren.

Die Bedeutung von Vertrauen in Informationsquellen

Diese Geschichte zeigt, dass in der Krisenbewältigung nicht nur offizielle Nachrichten eine Rolle spielen. Forschungen zeigen, dass Quellen, die in Notfällen Informationen bereitstellen, und deren Glaubwürdigkeit einen erheblichen Einfluss auf das Verständnis der Menschen für Risiken und deren Reaktionen haben können. Die Kluft zwischen dem, was die Menschen hören, und dem, was sie vertrauen, wurde in unseren aktuellen Studien deutlich aufgezeigt.

Als Forscher im Bereich Klima- und Gesundheitsinformationen führten wir eine Reihe von Umfragen in Belgien, Deutschland, Polen und Florida in den Vereinigten Staaten durch. Diese Orte sahen sich 2024 großen klimatischen Krisen gegenüber. Der Sturm Boris verursachte tödliche Überschwemmungen in ganz Europa, während der Sturm Helen in den Vereinigten Staaten Verwüstung anrichtete. Diese Ereignisse wurden als natürliche Tests für unser neues Umfragetool konzipiert, das die „Informationsleere“ misst.

Ergebnisse und deren Auswirkungen

Wir konnten aus den Antworten von fast 900 Personen „Leerenwerte“ berechnen; das heißt, den Unterschied zwischen der idealen Notfallwarnung und dem, was tatsächlich empfangen wurde. Diese Werte wurden basierend auf der Quantität und Qualität der Informationen, ihrer Quelle und dem Kommunikationskanal bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass in allen vier Ländern die Menschen das Gefühl hatten, ausreichend Informationen über klimatische Krisen zu erhalten. Das Problem lag jedoch in der Informationsquelle und der Art und Weise, wie sie übermittelt wurde.

Die Vertrauenswerte zeigten, dass das Vertrauen in Notfallhelfer wie Feuerwehrleute und Polizisten hoch ist, während das Vertrauen in Social-Media-Influencer und religiöse Führer relativ niedrig war. In Krisensituationen wird die Kommunikation zwischen Informationsquellen und dem Publikum besonders fragil, was sich deutlich in den verheerenden Überschwemmungen an der Grenze zwischen Nepal und Tibet im August 2026 zeigte.

Erfahrungen zeigen, dass in Krisenzeiten die Kommunikations- und Transportinfrastruktur beschädigt wird, was dazu führt, dass Notfallhelfer wichtige Informationen nicht effektiv über Nachrichten oder soziale Medien an die Öffentlichkeit weitergeben können. In solchen Situationen können Gerüchte zur Verbreitung von Fehlinformationen beitragen und soziale Unruhe verursachen.

In den letzten zehn Jahren, insbesondere nach dem Ausbruch des COVID-19-Virus, hat die Forschung zur Verfolgung und Bekämpfung von Fehlinformationen zugenommen. Einige Studien zeigen, dass die Verbreitung von Fehlinformationen oft mit einer Informationslücke von offiziellen Kanälen einhergeht. Unsicherheit über Risiken und unvollständige Informationen schaffen einen fruchtbaren Boden für das Aufkommen alternativer Theorien. Diese Theorien können gefährliche Konsequenzen haben.

Unsere Forschung zeigt, dass die Messung und Erkennung von Informationsleere dazu beitragen kann, das Risiko der Verbreitung von Fehlinformationen in Notzeiten zu verringern. Institutionen sollten kontinuierlich Informationslücken in allen Phasen einer Krise, von der Vorbereitung über die Reaktion bis zur Erholung, überwachen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschen den Notfallempfehlungen folgen, und hilft, Probleme, die durch Fehlinformationen entstehen, zu verringern.

Quelle: theconversation.com