Öl gilt als ein Schlüsselfaktor bei der Neugestaltung der Beziehungen zwischen dem Irak und den Vereinigten Staaten. Bei Ali Al-Saidis erstem Besuch im Weißen Haus im Juli erklärte Donald Trump deutlich, dass amerikanische Ölunternehmen die amerikanischen Truppen bis zum 30. September ersetzen müssen.
Herausforderungen bei der Anwerbung ausländischer Investitionen
Die Wiederherstellung der Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen den beiden Ländern ist unerlässlich, aber die Umsetzung dieser Veränderungen steht vor Herausforderungen. Al-Saidi muss seine Macht in einem politischen System, das noch von Iran beeinflusst wird, festigen und gleichzeitig ausländische Investoren davon überzeugen, dass der Irak ein sicheres und profitables Betriebsumfeld bieten kann.
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Die Zeit für diese Veränderungen ist sehr sensibel. Angesichts des anhaltenden externen Drucks aufgrund des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran und der Bewegung in Richtung Abrüstung der mit dem Iran verbundenen Milizen hat die Regierung von Al-Saidi nur begrenzte Möglichkeiten, amerikanische Investitionen in den Ölsektor zu gewinnen und die Unterstützung der Vereinigten Staaten für Programme zur Diversifizierung der Exportwege zu sichern. Dieses Thema hat nach der Schließung der Straße von Hormus durch den Iran und der Offenlegung der Verwundbarkeit der ölabhängigen irakischen Wirtschaft erheblich an Bedeutung gewonnen.
Geschichte der Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Irak
In den letzten zwei Jahrzehnten war die US-Politik gegenüber dem Irak von Sicherheitsfragen geprägt. Nach dem Angriff auf den Irak im Jahr 2003 wurden die amerikanischen Ambitionen, eine neue Regierung aufzubauen, durch Aufstände und sektiererische Konflikte verändert. Der Rückzug aus dem Irak im Jahr 2011 führte zu weiteren Einschränkungen, und der Kampf gegen den IS und das Aufkommen von Milizen reduzierten den Irak auf einen Teil der großen US-Politik gegenüber dem Iran.
Al-Saidi hat sich verpflichtet, die Beziehungen von der Krisenbewältigung hin zur Schaffung von Chancen zu lenken. Obwohl auch frühere irakische Führer versucht haben, die Beziehungen neu zu gestalten, scheint dieses Gleichgewicht angesichts des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran derzeit stark unerreichbar zu sein.
Der Irak hofft, mit der Rückkehr großer amerikanischer Ölunternehmen wie ExxonMobil und Chevron zu Schlüsselprojekten wie dem Majnoon-Ölfeld und dem West Qurna-2-Ölfeld diese Herausforderungen bewältigen zu können. Diese Maßnahme könnte nicht nur zur Stärkung der Beziehungen zu Washington beitragen, sondern auch zur Wiederbelebung des irakischen Ölsektors, der in den letzten Jahren stagnierte.
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