Australien hat immer wieder auf dem Weg, seine Geschichte im Pazifik zu erkennen, das Vergessen erlebt, und dieses Problem schadet seinen Beziehungen zu den Nachbarländern erheblich. Im vergangenen Jahrzehnt wies der ausländische Journalist Shan Dorney darauf hin, dass Australier sich schämen, ihre koloniale Geschichte in Papua-Neuguinea anzuerkennen. Jetzt, ein Jahrzehnt später, zeigt ein neues Buch der Forscher Joan Wallis und Jack Corbett, dass Australien weiterhin dieses Erbe ignoriert. Sie glauben, dass Australien eine Art historisches Vergessen erlitten hat und ein besseres Verständnis der Geschichte des Pazifiks, die über die Verwaltung von Papua-Neuguinea und Nauru hinausgeht, zur Erklärung und Lösung der komplexen Herausforderungen der aktuellen Außenpolitik des Landes beitragen kann.
Öffentliches Unbewusstsein und dessen Folgen
Diese Erkenntnis über das historische Vergessen Australiens ist nicht neu, und verschiedene Stimmen haben im Laufe der Zeit gefordert, diese Situation zu ändern. Zahlreiche Studien zeigen, dass die gewöhnlichen Australier nur wenig über die Geschichte und Kultur des Pazifiks wissen. Diese Kluft ist nur eines der Anzeichen für einen Mangel an "ozeanischer Bildung", die sich auf die Fähigkeiten und das Bewusstsein über Lebensweisen im Pazifik bezieht. Dieser Mangel kann reale Kosten für die Beziehungen Australiens zu den pazifischen Ländern mit sich bringen.
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Vergessene Geschichte und die Notwendigkeit von Investitionen in Bildung
Im Jahr 1991, nur 16 Jahre nach der Unabhängigkeit Papua-Neuguineas, stellte eine parlamentarische Untersuchung fest, dass die meisten Australier im Allgemeinen vergessen haben, dass sie einmal eine Kolonie hatten. Diese Untersuchung zeigte, dass keine Maßnahmen ergriffen wurden, um das öffentliche Bewusstsein über Papua-Neuguinea zu erhöhen, und das gegenseitige Verständnis zwischen den beiden Ländern nicht so tief ist, wie es sein sollte. Die Medien konnten aufgrund von sensationalistischen Vorurteilen und Unkenntnis der bestehenden Realitäten in dieser Region keine wirksame Rolle spielen.
In den folgenden Jahren wurden mehrere Komitees gebildet, um diese Probleme zu untersuchen. Im Jahr 1996 warnten Akademiker wie Hank Nelson und Edward Wolfers vor dem Rückgang des Interesses und des Wissens der Australier über Papua-Neuguinea und betonten die Notwendigkeit eines tieferen Verständnisses dieses Landes in Universitäten, der Regierung und den Medien. Dennoch war dieses Bewusstsein rückläufig, und viele derjenigen, die Erfahrung im Leben oder im Dienst in dieser Kolonie hatten, wurden alt und verschwanden.
Insgesamt hat sich Australiens Aufmerksamkeit für den Pazifik im Laufe der Zeit verändert und schwankte zwischen Vernachlässigung und intermittierender Interaktion. Im Jahr 2003 stellte der Journalist Grim Dauble diesen Zyklus des Vergessens und Entdeckens als Ergebnis einer Kombination aus politischen Tabus und öffentlichen Mängeln dar.
Um dieses historische Vergessen zu überwinden, benötigt Australien eine ozeanische Bildungsstrategie, die sich auf die Bildung der gewöhnlichen Menschen und deren Befähigung konzentriert, mit dieser Region über Krisensituationen hinaus zu verstehen und zu interagieren. Eine Forderung, die in einem Bericht des Whitlam Institute und Pacifica im Jahr 2022 geäußert wurde, wies auf die Förderung des Bewusstseins über den Pazifik und seine Sprachen in Schulen und Universitäten hin und forderte die Schaffung einer "ozeanischen Fähigkeit"-Strategie. Dennoch gab das endgültige Komitee keine offiziellen Empfehlungen in diesem Bereich ab.
Schließlich kann der Zyklus des Vergessens und Entdeckens des Pazifiks nicht nur durch Diplomatie und persönliche Kommunikation gelöst werden. Es erfordert langfristige Investitionen in Wissen und Fähigkeiten, die es den gewöhnlichen Australiern ermöglichen, diese Region zu verstehen und mit ihr zu interagieren.
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