Das menschliche Gehirn enthält eine Karte unseres Körpers, die sich in einem organisierten Muster von Gehirnaktivitäten manifestiert. Diese Struktur, die als somatotopische Karte bekannt ist, bezieht sich speziell darauf, wie das Taktile Empfinden mit verschiedenen Bereichen des Gehirns verbunden ist. Dennoch haben wir noch nicht vollständig verstanden, wie und warum diese Karte so präzise organisiert ist.
Änderungen der somatotopischen Karte nach der Nervenreparatur
Eine neue Studie untersucht die Veränderungen der Gehirnkarte der Hand nach einer chirurgischen Reparatur der Handnerven. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gehirnkarte von Personen, die sich einer Nervenreparatur unterzogen haben, Veränderungen erfahren hat, die sich positiv auf die Rehabilitation auswirken können.
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Diese Karte ermöglicht es uns zu verstehen, wie das Berühren verschiedener Finger unterschiedliche Muster von Gehirnaktivität erzeugt. Zum Beispiel aktiviert die Stimulation des Daumens oder des kleinen Fingers jeweils einen bestimmten Bereich des primären somatosensorischen Kortex (S1). Diese räumliche Anordnung zeigt die somatotopische Karte, die eine Geschichte bis in die 1930er Jahre hat.
Folgen der Veränderung der Gehirnkarte für die Rehabilitation
Die peripheren Nerven, die das Gehirn und das Rückenmark mit anderen Körperteilen verbinden, haben eine erstaunliche Fähigkeit zur Regeneration. Dennoch wird der Regenerationsprozess nicht genau geleitet, und neue Nerven können sich mit unterschiedlichen Bereichen der Hand verbinden. Dies könnte bedeuten, dass eine Person, wenn sie ihren Zeigefinger berührt, das Gefühl des Berührens im Mittelfinger erlebt.
Unsere Studie verwendete funktionelle MRT, um die Gehirnkarten von 21 Personen zu untersuchen, die sich einer Reparatur der Handnerven unterzogen hatten, und verglich sie mit 30 Personen ohne Nervenschaden. Die Ergebnisse zeigten, dass die natürliche Organisation der Reaktionen auf die Finger bei Personen mit reparierten Nerven verändert und variabler geworden ist.
Diese Veränderungen der Karte sind das Ergebnis neuer Verbindungen der Nerven in der Hand, könnten aber auch Veränderungen im Gehirn selbst anzeigen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine erfolgreiche Genesung möglicherweise keine Wiederherstellung der ursprünglichen Gehirnkarte erfordert und das Nervensystem effektiv von den neuen Beziehungen zwischen Hand und Gehirn profitieren kann.
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